NFL

Football in Frankfurt: Fünf Gesichter beim Patriots-Auftritt

Die New England Patriots waren über einige Jahre der Maßstab in der NFL. Das hat sich geändert. Geläufige Namen gibt es bei dem Club aus Foxborough aber noch immer.

Der Trainer der New England Patriots: Bill Belichick. Foto: Adrian Kraus/AP/dpa
Der Trainer der New England Patriots: Bill Belichick.

Frankfurt/Main (dpa) - Der Football-Hype in Deutschland lässt nicht nach. Über drei Millionen Ticketwünsche gab es bereits im Sommer für Frankfurt und an diesem Sonntag finden drei aufeinanderfolgende Live-Spiele im Hauptprogramm von RTL statt. Da stört es auch kaum, dass der sechsmalige Super-Bowl-Sieger New England Patriots nicht mehr viel mit der Meisterversion von früher zu tun hat. Auf wen es beim Duell zwischen den Patriots und den Indianapolis Colts am Sonntag (15.30 Uhr/DAZN und RTL) zu achten gilt.

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Bill Belichick

Was passiert mit dem Erfolgscoach schlechthin? Die Patriots verdanken Bill Belichick sechs Super-Bowl-Titel, doch seit dem Abgang von Tom Brady im Jahr 2020 läuft es nicht mehr so richtig. Auf Fragen zu seiner Zukunft antwortet der 71 Jahre alte Chefcoach schmallippig. Ob er glaube, gegen die Colts bereits um seinen Job zu spielen? «Ich werde kontrollieren, was ich kontrollieren kann und unser Team für das Colts-Spiel vorbereiten», antwortete Belichick. Bisher gingen sieben von neun Saisonspielen verloren.

Shane Steichen

Der Trainer der Indianapolis Colts ist zwar erst 38 Jahre, hat aber bereits Super-Bowl-Erfahrung. In der vergangenen Spielzeit arbeitete er für die Philadelphia Eagles, deren Offensive er koordinierte. Bei den Colts ist Steichen zwar Chef, verfügt aber nicht über derart hochwertiges Spielermaterial wie bei den Eagles um Starspieler Jalen Hurts.

Roger Goodell

Wenn die 50.000 Plätze im Fußballstadion von Eintracht Frankfurt auch diesen Sonntag voll besetzt sind, wird Roger Goodell begeistert sein. Die Expansionspläne der NFL schreiten voran. Die dann drei absolvierten Saisonspiele dürften in Deutschland erst der Anfang sein. «Ich glaube, dass es auch nach 2025 Spiele in Deutschland geben wird. Wir werden uns nicht von den Märkten verabschieden, die für unser Wachstum wichtig waren», sagte der Liga-Boss der dpa. Neben München und Frankfurt könnten dann auch andere Orte - zum Beispiel Berlin - ins Spiel kommen.

Ezekiel Elliott

Es gab Zeiten, da prägten neben Superstar Brady auch Julian Edelman und Rob Gronkowski das Spiel der Patriots. Der Traditionsclub hat nicht nur erfolgstechnisch stark nachgelassen, sondern auch bei der Qualität der Spieler. Einer der jetzigen Stars ist Runningback Ezekiel Elliott, der in Dallas einige Jahre ein starkes Duo mit Spielgestalter Dak Prescott bildete. Nach seiner Entlassung bei den Cowboys übernahmen die Patriots den laufstarken Profi in diesem Sommer.

Oliver Bierhoff

Der virtuelle Hintergrund bei Videocalls erinnert bei Oliver Bierhoff noch immer an seine Zeit beim Deutschen Fußball-Bund. Der DFB-Campus in Frankfurt ist hinter Bierhoff bestens erkennbar. Nur ein paar Kilometer weiter wird der Ex-Profi am Sonntag im Stadion sitzen und zuschauen, was seine Patriots dem deutschen Publikum bieten. Bierhoff ist seit Oktober Berater des Clubs und soll die Aktivitäten in Deutschland vorantreiben. «Für mich ist es unglaublich interessant, hinter die Kulissen bei den Patriots zu schauen und die Linie nach Amerika zu öffnen», sagte Bierhoff.