Europa League

Freiburg hakt Aus schnell ab: «Es hat Spaß gemacht»

Die Enttäuschung verfliegt schnell. Beim SC Freiburg konzentrieren sich Spieler und Verantwortliche nach dem Aus in der Europa League wieder auf den Bundesliga-Alltag. Alle wollen wieder nach Europa.

Freiburgs Christian Günter in Aktion. Foto: Tom Weller/dpa
Freiburgs Christian Günter in Aktion.

Freiburg (dpa) - Am Ende überwog bei Kapitän Christian Günter vom SC Freiburg der Stolz und die große Lust, das auf europäischer Bühne erlebte, noch einmal zu wiederholen.

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«Es hat Spaß gemacht, auf höchstem Niveau zu spielen, in anderen Ländern zu spielen und unter der Woche zu spielen», sagte der Fußball-Nationalspieler nach dem 0:2 (0:1) im Achtelfinal-Rückspiel der Europa League gegen Juventus Turin. 

Die Chancen, auch in der kommenden Saison noch einmal durch Europa reisen zu dürfen, stehen gut. In der Bundesliga liegen die Breisgauer auf dem fünften Platz. Auch über den DFB-Pokal könnten sie sich als Viertelfinalist qualifizieren. «Wir müssen gleich wieder Gas geben und unsere Punkte holen», sagte Günter mit Blick auf die Begegnung am Sonntag (19.30 Uhr/DAZN) beim FSV Mainz 05. 

Lob von Trainer Streich

Der Sport-Club sammelte Mut, weil er gegen den Favoriten auf Augenhöhe agierte. Die Freiburger brachten den italienischen Rekordmeister ins Wanken, strahlten wieder mehr Torgefahr aus als noch in den vergangenen Wochen und erspielten sich durch ihren couragierten Auftritt noch mehr Sympathien. Trotz des Ausscheidens wurden sie nach dem Abpfiff lange von der großen Mehrheit der 33.420 Fans gefeiert. 

Auch Trainer Christian Streich lobte die Leistung. «Es war mein persönlicher Wunsch: Egal, was passiert und egal, wie es steht, meine Spieler sollten einfach weitermachen und alles abarbeiten und Juventus einen großen Kampf bieten», sagte Streich. «Art und Weise waren einfach toll und man hatte immer das Gefühl, wenn wir ein Tor machen, kann etwas Unfassbares passieren.»

Gewappnet gegen Mainz?

Die Tore fielen aber auf der anderen Seite. Ein viel diskutiertes Handspiel von Manuel Gulde, der dafür auch noch die Gelb-Rote Karte bekam, sorgte für einen Strafstoß. Dusan Vlahovic verwandelte, obwohl der Elfmeter nicht gut geschossen war (45. Minute). In der Nachspielzeit erzielte der eingewechselte Federico Chiesa den Endstand. Argentiniens Weltmeister Ángel Di Maria, der das Hinspiel mit seinem Treffer zum 1:0 entschieden hatte, kam nicht zum Einsatz.

Streich fiel es schwer, den Fokus direkt wieder auf das Alltagsgeschäft zu legen. «Ich will eigentlich nicht über Sonntag sprechen», sagte er und tat es dann doch: «Mainz wird auf uns losgehen und mit einer brutalen Wucht kommen.» Gewappnet sind die Freiburger aber. Das haben sie in dieser Saison häufig genug unter Beweis gestellt.