Kimmich hofft vergeblich auf Klopp: «Wäre gerne geblieben»
Joshua Kimmich ist beim 0:1 gegen Griechenland der große Pechvogel. Nach guter Leistung fälscht er beim Gegentor entscheidend ab. Was nach dem Spiel passiert, ist gar nicht nach seinem Geschmack.
Augsburg (dpa) - Joshua Kimmich reiste schon wieder mit einem blöden Gefühl von der Fußball-Nationalmannschaft nach Hause. Und das auch noch früher, als es ihm lieb war. «Schwierig. Ich wäre gerne geblieben, aber ich verstehe auch, dass der Trainer noch andere Jungs kennenlernen möchte. Das war von vorneherein so der Plan, dass wir durchwechseln. Dementsprechend werde ich von zu Hause aus die Daumen drücken», sagte der Kapitän nach dem bitteren 0:1 im zweiten Nations-League-Spiel gegen Griechenland.
Noch am Spielort Augsburg hatte Kimmich auf eine andere Entscheidung von Jürgen Klopp gehofft. Doch der Bundestrainer blieb bei seinem Plan, dass auch der 31 Jahre alte Kapitän in der zweiten Länderspiel-Woche mit den Partien gegen Serbien am Donnerstag und drei Tage später in Thessaloniki wieder gegen Griechenland pausiert. «Ich hatte bis zum Ende so ein bissel gehofft, zu bleiben», sagte Kimmich. Dass er das Gegentor von Dimitris Kourbelis entscheidend abfälschte, war der Tiefpunkt in seinem 115. Länderspiel.
Vielleicht Tribünengast in München
Ausgerechnet in seinem Heimstadion in München gegen Serbien nicht zum Aufgebot zu gehören, ist besonders bitter für den immer einsatzbereiten Kimmich. Zumal er noch kein Ersatzprogramm für die nächsten Tage hat.
«Ich fahre erstmal nach Hause, und dann werden wir schauen. Es wird jetzt nicht weit weg gehen, weil die Kinder in die Schule gehen. Dementsprechend werde ich zu Hause sein und am Donnerstag vielleicht zum Spiel kommen», sagte Kimmich.
Der Auftritt gegen Griechenland war einfach nicht gut genug, befand er. «Es war jetzt nicht so, dass wir es verlieren müssen. Aber es war nicht so, dass wir einen Sieg verdient gehabt hätten. Dafür ist uns zu wenig eingefallen. Wir haben uns zu wenig Chancen erarbeitet», räumte Kimmich ein.
«Wir werden besser werden»
Dennoch will er den Start unter Klopp nicht zu negativ bewerten. «Es ist offensichtlich, dass wir Dinge ausprobieren, dass wir zueinanderfinden müssen, dass es ein neuer Ansatz ist und wir uns darauf einlassen müssen, das werden wir auch. Wir werden auch besser werden», versprach der Bayern-Profi. Die Stimmung in Klopps erster Trainingswoche als neuem Chefcoach «war sehr positiv», sagte Kimmich.