Vorfall beim WM-Endspiel

Rubiales will sich im Kuss-Skandal mit Video entlasten

Der Kuss-Skandal um Luis Rubiales kommt nicht zu Ruhe. Nun will sich Spaniens Fußball-Boss durch ein Video entlasten.

Will sich durch ein Video entlasten: Luis Rubiales. Foto: Juan Carlos Rojas/LaPresse via ZUMA Press/dpa
Will sich durch ein Video entlasten: Luis Rubiales.

Madrid (dpa) - Im Kuss-Skandal um den inzwischen suspendierten spanischen Fußball-Verbandsboss Luis Rubiales hat der Beschuldigte nach einem Medienbericht dem Weltverband FIFA zu seiner Entlastung ein Video zukommen lassen.

Newsletter

Holen Sie sich den WNOZ-Newsletter und verpassen Sie keine Nachrichten aus Ihrer Region und aller Welt.

Mit Ihrer Registrierung nehmen Sie die Datenschutzerklärung zur Kenntnis.

Mit den Aufnahmen wolle Rubiales beweisen, dass sich die von ihm bei der Siegerehrung nach dem gewonnenen WM-Finale in Sydney auf den Mund geküsste Spielerin Jennifer Hermoso widerspreche und nicht die Wahrheit sage, schrieb die Digitalzeitung «El Español». Das Video wurde schnell von anderen Medien in Spanien veröffentlicht.

Video aus dem Teambus

Die laut «El Español» im Teambus der Spanierinnen gemachten Aufnahmen zeigen, wie einige Spielerinnen sich in einer entspannten Atmosphäre über den Vorfall lustig machen. Auch Hermoso ist zu sehen. Sie sagt zu Kolleginnen: «Er war bewegt und so. Er kommt und fasst mich so an.» Mehrere Spielerinnen rufen unter anderem «Kuss, Kuss, Kuss, Kuss, Kuss». Als Rubiales an ihnen vorbeigeht, skandieren einige «Presi, Presi, Presi». 

Rubiales beteuert, der Kuss sei in beiderseitigem Einvernehmen erfolgt. Hermoso hatte nach dem Vorfall jedoch erklärt, sie habe sich «als Opfer einer impulsiven, sexistischen und unangebrachten Handlung gefühlt, der ich nicht zugestimmt habe». Die FIFA hat Rubiales für 90 Tage suspendiert und ein Disziplinarverfahren eingeleitet.

Auch der spanische Sportgerichtshof Tad beschäftigt sich auf Antrag der Regierung in Madrid mit dem Fall. Rubiales weigert sich bislang, als Präsident des Nationalverbandes RFEF zurückzutreten, obwohl das unter anderem auch von den Regionalverbänden des RFEF gefordert wurde.