DFB-Junioren

U21-Coach Di Salvo sieht Arbeit: «Gefährlicher werden»

Antonio Di Salvo ist zufrieden mit der Leistung seiner U21 zum Start des EM-Jahres. Einen Stürmer lobt er, mit einer vergebenen Torchance hadert er. Vor allem an einer Sache will der Coach arbeiten.

U21-Trainer Antonio Di Salvo beim Spiel gegen Japan an der Seitenlinie. Foto: Arne Dedert/dpa
U21-Trainer Antonio Di Salvo beim Spiel gegen Japan an der Seitenlinie.

Frankfurt/Main (dpa) - Der deutsche U21-Nationaltrainer Antonio Di Salvo sieht sein Team nach dem bestandenen «Top-Test» gegen Japan auf gutem Weg Richtung EM, hat aber auch noch Verbesserungspotenzial ausgemacht.

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«Standards sind ein großes Thema für die Vorbereitung im Trainingslager», sagte der 43-Jährige nach dem 2:2 (1:1) gegen Japan. Ein Gegentor war nach einer Ecke gefallen, eins direkt nach dem Anstoß. «Wir müssen vorne bei Standards gefährlicher werden und Gegentore vermeiden», forderte Di Salvo.

Insgesamt war Di Salvo mit dem Auftritt seines Teams knapp drei Monate vor dem EM-Start zufrieden. «Wir hätten das Spiel für uns entscheiden können oder müssen», sagte der Coach. Die Auswahl des Deutschen Fußball-Bunds hatte es am Freitagabend in Frankfurt verpasst, früh in Führung zu gehen. Faride Alidou von Eintracht Frankfurt hatte einen Abpraller aus kurzer Distanz zu unplatziert aufs Tor gebracht, weshalb Japans Keeper noch klären konnte.

Lob für Hertha-Profi

«Ich glaube, er hatte Angst, das Tor zu machen. Er war nicht entschlossen genug, hat vielleicht zu lange überlegt, da muss er sicherlich dran arbeiten», kritisierte Di Salvo den Offensivspieler. Lob gab es von ihm dagegen für Jessic Ngankam von Hertha BSC, der bei seinem Debüt per Foulelfmeter zum 1:0 getroffen hatte. «Er hat Bälle gehalten, hat sich in jeden Zweikampf geschmissen, hat den Elfmeter rausgeholt und das Tor gemacht.»

Das Fehlen einiger etablierter U21-Profis in den Tests gegen Japan und am Dienstag (18.15 Uhr/ProSieben Maxx) in Rumänien wegen deren Nominierung für die A-Nationalmannschaft sehen Di Salvo und sein Team nicht als Problem an. «Es ist eher eine Chance. Jeder Spieler, der hier ist, kann sich zeigen und empfehlen», sagte Kapitän Yannik Keitel. Auch Verteidiger Yann Aurel Bisseck sagte mit Blick auf das Ziel Titelverteidigung bei der EM im Juni und Juli: «Wenn die Spieler zurückkommen, wäre das eine Riesen-Bereicherung. Das beruhigt uns.»