Champions League

Wolfsburgerinnen freuen sich auf «Battle» gegen Arsenal

Das 1:1 gegen Paris Saint-Germain reicht den Wolfsburgerinnen für den Einzug ins Halbfinale der Champions League - dort warten mit WFC Arsenal «das nächste Kaliber» und alte Bekannte.

Wolfsburgs Ewa Pajor (l-r), Wolfsburgs Lena Lattwein und Wolfsburgs Alexandra Popp jubeln nach dem Schlusspfiff. Foto: Swen Pförtner/dpa
Wolfsburgs Ewa Pajor (l-r), Wolfsburgs Lena Lattwein und Wolfsburgs Alexandra Popp jubeln nach dem Schlusspfiff.

Wolfsburg (dpa) - Bei den Fußballerinnen des VfL Wolfsburg lebt der große Traum vom Titel-Triple weiter. Nachdem der deutsche Meister im Viertelfinal-Rückspiel der Champions League gegen Paris Saint-Germain durch ein 1:1 (1:1) ins Halbfinale eingezogen war, gingen die Blicke Richtung London.

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«Wir freuen uns auf dieses Battle», sagte VfL-Trainer Tommy Stroot über die Halbfinal-Duelle Ende April gegen Bayern-Bezwinger WFC Arsenal.

Zuvor hatte vor 14.367 Fans in der VW-Arena ein Tor von Stürmerin Alexandra Popp (20. Minute) fürs Weiterkommen gereicht, weil auch Paris dank Kadidiatou Diani (30.) nur einmal jubeln durfte. Das Hinspiel hatten die Wolfsburgerinnen 1:0 gewonnen - weshalb nun heiße Duelle gegen Arsenal warten. «Das ist der letzte Schritt in Richtung Finale und den wollen wir für uns entscheiden», sagte die starke Popp.

«Arsenal hat sich auch nochmal brutal verstärkt»

«Wir kennen Arsenal noch, wir wissen noch, wie sich Arsenal anfühlt aus dem letzten Jahr, wissen auch, wie hoch die individuelle Qualität ist», erklärte Stroot und spielte auf die Viertelfinal-Duelle zwischen seiner Elf und den «Gunners» in der vergangenen Champions-League-Saison an. Damals kam der VfL nach einem 1:1 in London und einem 2:0-Heimsieg weiter.

Gegen eine Wiederholung hätte in Wolfsburg niemand etwas, Abwehrspielerin Kathy Hendrich aber warnte: «Arsenal hat sich auch nochmal brutal verstärkt.» Wie die Engländerinnen beim hochverdienten 2:0 gegen Bayern aufgetreten seien, habe ihr imponiert. Arsenal spiele «einen wirklich sehr, sehr schönen Fußball. Da kommt das nächste Kaliber auf uns zu.»

Lena Oberdorf teilte Hendrichs Ansichten. Arsenal habe «sich immens weiterentwickelt», meinte die Mittelfeld-Abräumerin. Das temporeiche Spiel des englischen Spitzenteams erinnere sie an den VfL der vergangenen Saison: «Sie spielen ein bisschen den Fußball, den wir letzte Saison gezeigt haben über weite Strecken und wo wir wieder hinwollen.»

«Haben es Paris viel zu einfach gemacht»

Dass beim VfL in dieser Spielzeit trotz des Halbfinal-Einzugs noch nicht alles läuft wie gewünscht, machte sich gegen Paris vor allem in der ersten Hälfte bemerkbar. Da dominierte PSG, während den Gastgeberinnen phasenweise auch einfache Pässe misslangen. «In der ersten Halbzeit waren wir viel zu passiv, haben es Paris viel zu einfach gemacht, waren viel zu weit weg von unseren Gegenspielerinnen», klagte Hendrich. Erst nach der Pause «war der VfL auf dem Platz, den wir uns vorstellen.»

An einer Erklärung für die beiden unterschiedlichen Leistungen versuchten sich viele, unter anderem Popp. «Wir stecken gerade in einer Phase, wo wir nicht so richtig mit dem Selbstverständnis Fußball spielen, was wir gerade im letzten halben Jahr hatten», erklärte die Torschützin, die dafür aber keine genauen Gründe benennen konnte: «Dementsprechend sind wir auch ein bisschen unzufrieden mit der eigenen Leistung.»

«Sind eine echt spielstarke Mannschaft geworden»

Zuletzt hatten die Wolfsburgerinnen in der Bundesliga die Tabellenführung durch ein 0:1 in München an den FC Bayern verloren. Bei einem Punkt Rückstand ist die Titelverteidigung aber noch möglich, ebenso der Gewinn des DFB-Pokals, der den VfL im Halbfinale am 15. April erneut nach München führt.

Beide nationalen Titel sind also noch drin - und die Champions League? Scheint greifbar. «Sie sind eine echt spielstarke Mannschaft geworden. Das hat man gegen Bayern gesehen, aber man hat auch gesehen, wo dann die Lücken sind», sagte Oberdorf mit Blick auf Arsenal. Die genauen Halbfinal-Termine stehen zwar noch nicht fest, für das «Battle» will der VfL aber bereit sein.