Handball

Der TV Hemsbach hat in dieser Saison einiges vor

Landesligist TV stellt sich in dieser Saison deutlich stärker und ausgeglichener auf. Nicht nur das neue Trainerduo sorgt für noch mehr Hemsbacher Gene

Drei von vier externen Zugängen beim TV Hemsbach: Marc-Cedric Schmitt, Samuel Bechtold und David Kirsch (von links). Auch Giuseppe Capizzi und Markus Walther (aus der eigenen Jugend) verstärken den Rückraum, Nils Krüger rückt ins Tor. Foto: Stefan Haas
Drei von vier externen Zugängen beim TV Hemsbach: Marc-Cedric Schmitt, Samuel Bechtold und David Kirsch (von links). Auch Giuseppe Capizzi und Markus Walther (aus der eigenen Jugend) verstärken den Rückraum, Nils Krüger rückt ins Tor.

„Auf gar keinen Fall werden wir selbst noch mal spielen!“ Max Pauli und Daniel Herzog sind die beiden neuen Trainer von Handball-Landesligist TV Hemsbach. Mit ihren 33 und 38 Jahren könnten die Rückraumspieler selbst noch auf der Platte stehen. „Das habe ich in der vergangenen Saison dreimal aushilfsweise gemacht – und wusste danach, dass das nicht mehrt geht. Mir haben alle Knochen wehgetan“, lacht Pauli. Dem kann sich Daniel Herzog nur anschließen.

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Ideallösung nach Bokols Weggang

Bock auf Handball haben weiterhin beide und mit Hemsbach sind sie seit Jahren verbunden; für Max Pauli ist der TVH sogar Heimatverein. Weil die beiden auch noch ziemlich beste Freunde sind, einen direkten Draht zur Mannschaft haben und der bisherige Coach Jozef Bokol die Herausforderung als Bundesligacoach der B-Jugend im HLZ Friesenheim/Hochdorf annehmen wollte, sagten die beiden zu. „Die Ideallösung“, wie Abteilungsleiter Eric Ferber und Alexander Zschätzsch, der den Posten von Konstantin Tsorpatzidis übernommen hat, bestätigen. Das Hemsbacher Gen dominiert beim TV, auch durch Torwarttrainer Daniel Reber, der vor Jahren schon den TVH-Kasten hütete und zuletzt in Diensten der SG Heddesheim war.

Markus Walther stand bereits zuM Ende der vergangenen Saison im Kader, stammt ebenso aus der eigenen Jugend wie Nils Krüger, der das Torwart-Quartett komplettiert. Und auch Daniel Stempfle bleibt dabei. Der muss aufgrund einer schweren Knieverletzung seine Handballkarriere leider unterbrechen, bleibt aber als Betreuer im Team. Externe Verstärkung kommt mit den Rückraumspielern David Kirsch und Samuel Bechtold vom TSV Birkenau, Giuseppe Capizzi und Marc-Cedric Schmitt wechseln von der SG Heddesheim nach Hemsbach.

Perspektive für Jugendspieler

Damit ist schon jetzt klar: Der TVH stellt sich deutlich breiter auf als noch in der Vorsaison, als Jozef Bokol vor allem die Aufbauspieler ausgingen und das Rennen um die Meisterschaft am Ende dann doch noch mit drei Punkten Rückstand gegen den TV Schriesheim verloren wurde. Ausfälle können jetzt leichter kompensiert werden. „Unser Anspruch sollte auch in diesem Jahr eine Platzierung unter den ersten drei Teams sein“, sagt Max Pauli, der auf durchwachsene Vorbereitungsergebnisse gegen höherklassige Teams, aber eine gute Trainingsbeteiligung zurückschaut. Dennoch habe sich das Potenzial gezeigt. Der Landesligaverbleib sei schon wichtig, auch um den eigenen Jugendspielern eine attraktive Alternative zu bieten. Die beiden Birkenauer Zugänge, Jonas Heckmann und einige A-Jugendliche, die im Kader mittrainieren, stehen beispielsweise erst am Anfang ihrer Entwicklung. „Letztlich geht es uns darum, ein gutes Gerüst für die nächsten Jahre aufzubauen. Damit hat Jozef Bokol angefangen und das wollen wir gerne fortsetzen. Und da sind wir auf einem ganz guten Weg.“

Max Pauli  (links) und Daniel Herzog gehen beim TV Hemsbach in die Trainerverantwortung. Foto: TV Hemsbach
Max Pauli (links) und Daniel Herzog gehen beim TV Hemsbach in die Trainerverantwortung.

Zumal man ein sehr intaktes Team übernommen habe, das sich noch stärker präsentiere. „Wenn alle fit sind, haben wir eine sehr schlagkräftige Runde.“ Das Rad neu erfinden wollen die beiden neuen Coaches nicht, die sehr stabile 6:0-Abwehr, in der Vorsaison die beste der Liga, soll auch weiterhin den Grundstock für erfolgreiches Tempospiel bilden. Mithelfen soll dabei mit Felix Prisslinger auch der starke Spielmacher, der sich zum Ende der vergangenen Runde einen Kahnbeinbruch zuzog, an dem er noch immer laboriert. „Wir hoffen, dass er bis zum Spätjahr wieder einsatzfähig ist.“

Ausnahmen in der Michel-Halle

Vielleicht ja auch zum Derby gegen die TG Laudenbach am 2. November, wo der TVH wieder auf eine volle Hans-Michel-Halle hofft. Zu einigen Spielen darf die, mit Unterstützung einer Brandwache der Freiwilligen Feuerwehr, wieder voll gemacht werden. Und die Nachbarschaftsduelle gegen die TGL und die HSG Weinheim/Oberflockenbach dürften sicher dazuzählen. Am Sonntag um 18.30 Uhr startet der TVW mit einem Heimspiel gegen Brühl.