Ringen

Die Falken Bergstraße wollen zusammenwachsen

Die neue Kampfgemeinschaft des SRC Viernheim und der KG Laudenbach/Sulzbach startet in der Oberliga, der KSV Hemsbach in der Verbandsliga

Ein Teil der großen Falken-Familie vor der Viernheimer Waldsporthalle, einer der drei Austragungsstätten der Ringkämpfe der neuen Startgemeinschaft. Auch in Sulzbach und Laudenbach wird gerungen. Foto: Jürgen Mandel
Ein Teil der großen Falken-Familie vor der Viernheimer Waldsporthalle, einer der drei Austragungsstätten der Ringkämpfe der neuen Startgemeinschaft. Auch in Sulzbach und Laudenbach wird gerungen.

Neuer Name, geballte Kraft: Die drei Vereine KSV Sulzbach, RSC Laudenbach, sie seit 2015 als KG Laudenbach/Sulzbach antreten, und dem SRC Viernheim starten am Samstag in Graben-Neudorf als Falken Bergstraße in die Oberliga. Team II tritt in der Verbandsliga in Reilingen an. „Der Teamgeist steht an erster Stelle. Es ist uns bei Zusammenstellung der Mannschaft wichtig gewesen, dass das Gefüge stimmt und wir ein harmonisches, aber dennoch wettbewerbsfähiges Team auf die Matte bekommen“, sagt Sascha Niebler, Sportlicher Leiter der Falken.

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Und das zeigte sich bereits im Vorfeld. Die Laudenbacher und Sulzbacher halfen beim Viernheimer Stadtfest und dem Vorbereitungsturnier mit, der SRC stellte Helfer bei den Kerwen in Laudenbach und Sulzbach. „Wir helfen uns gegenseitig. Das war ja auch ein Grund, die neue Kampfgemeinschaft zu bilden.“ Die Kritiker des Zusammenschlusses, die es natürlich auch gäbe, wolle man durch Taten überzeugen.

Die Oberliga sei in diesem Jahr enorm stark und vor allem nahezu ausgeglichen. „Wir dürfen uns also auf spannende und mitreißende Duelle freuen. Besonders freuen uns selbstverständlich die Derbys gegen die Kurpfalz Löwen, die sich wie der SRC Viernheim aus der 2. Bundesliga zurückgezogen haben, oder auch die SVG Nieder-Liebersbach. Mit unserem Team, das nahezu nur aus Eigengewächsen der jeweiligen drei Vereine besteht oder Sportlern, die schon mehrere Jahre für uns auf die Matte gehen, möchten wir sportlich das Beste herausholen.“

Platz unter den besten drei

Ein ausgerufenes Saisonziel gäbe es dabei nicht, die Nähe zu den Fans soll erhalten bleiben, weshalb die drei Stammvereine sich bei ihren Heimkämpfen auch bei der Austragung auswechseln. Den ersten Heimkampf bestreiten die Falken am 28. September in der Sulzbacher Schulsporthalle, am 12. Oktober geht es in die Viernheimer Waldsporthalle, am 26. Oktober in die Bergstraßenhalle nach Laudenbach. In der Rückrunde sind die Falken noch zweimal in Laudenbach und zweimal in Viernheim Gastgeber. Die Schüler kämpfen jeweils in ihren Heimstätten, kommen dann zum Kampf zusammen.

„Uns ist es wichtig, nachhaltig zu agieren und zusammen zu wachsen. In der Verbandsliga steht die Weiterentwicklung der eigenen Jugendsportler auf dem Plan. Gemeinsam mit erfahrenen Kräften sollen die Nachwuchsathleten gezielt herangeführt und weiterentwickelt werden. Die Mischung aus jungen Sportlern und erfahrenen Ringern macht uns auch hier stolz.“

Nur ein externer Zugang

37 Mann stehen auf der Liste des Verbands- und Landesligateams, 15 kommen aus Viernheim. Frühere SRC-Leistungsträger wie die Hilkert-Zwillinge Pascal und Mirko aus Sulzbach und Florian Scheuer aus Laudenbach bilden das Gerüst gemeinsam mit dem aus Hausen-Zell zurückkehrenden Arkadiusz Böhm. Auch Patric und Tobias Horneff kehren aus Hemsbach zur KG zurück. Komplett neu an der Bergstraße ist der Bulgare Hyusein Ibrahim, der in Viernheim wohnt und einen Verein suchte. Trainer bleibt Marco Bechtel, der Unterstützung von den ebenfalls noch ringenden Florian Scheuer, Mirko Hilkert und Matthias Schmidt erhält.

Favorit Kurpfälzer Löwen

Dass die Falken von der Konkurrenz weit vorne erwartet werden, juckt Niebler nicht, die Favoritenrolle sieht er bei den Falken nicht. „Klar wollen wir unter die ersten drei kommen. Aber wenn man sieht, wie sich beispielsweise die Kurpfälzer Löwen verstärkt haben, schätze ich die schon noch höher ein.“ Die Kampfgemeinschaft aus Ladenburg und Schriesheim verbucht mit Arian Güney und Georg Hardt von Bundesligist TuS Adelhausen starke Zugänge, auch Dominik Dzida, Florian Fuchs, Ilhan Murzaev, Christian Schöffer und Elias Nizad.

Mit neuen Trainingsanzügen geht es in die neue Ringersaison, die Hauptsponsoren Sven und Jonathan Fabien Hopp ermöglichen dem kompletten Verein ein neues Outfit. Foto: Philipp Fuhr
Mit neuen Trainingsanzügen geht es in die neue Ringersaison, die Hauptsponsoren Sven und Jonathan Fabien Hopp ermöglichen dem kompletten Verein ein neues Outfit.

KSV Hemsbach setzt auf die Jugend

Der KSV Hemsbach startet am Freitag um 20.30 Uhr in Östringen in die Verbandsliga. Der Oberligaabsteiger zählt nicht unbedingt zu den stärksten Teams der Liga. Umso wichtiger wäre ein guter Start der jungen KSV-Mannschaft, um im Kampf um den Ligaverbleib Boden zu gewinnen. Zu den Favoriten dürften der ehemalige Bundesligist KSV Ispringen, der souverän den Aufstieg in die Verbandsliga schaffte, der KSV Malsch, der sich enorm verstärkt hat sowie die Reserve des RG Reilingen-Hockenheim zählen.

Hemsbach freut sich auch über ein Derby gegen die neu gegründete Mannschaft der Falken Bergstraße II, die in dieser Liga auch überraschen könnten. Der Zusammenschluss der Ringervereine Viernheim, Laudenbach und Sulzbach gehen in diesem Jahr gemeinsam neue Wege.

Kapitän mit 22 schon Routinier

Der KSV Hemsbach hat hingegen keinen Neuzugang zu vermelden, kann aber wiederum auf seine Jugendarbeit zurückgreifen. Der 14-jährige Deutsche Meister Jona Bleß dürfte in seinem ersten Jahr bei den Aktiven vielleicht einige Einsätze bekommen. Im Team werden auch wieder Eigengewächse eingesetzt, die einige Jahre pausiert haben und den Weg zurück in den Verein gefunden haben. Mannschaftskapitän Dominic Weickinger dürfte mit seinen 22 Jahren zu den erfahrensten zählen. Tobias Horneff wechselt wieder zu seinem Heimatverein Laudenbach und damit den Falken Bergstraße zurück.

Hemsbachs Haupttrainer Sven Helwig wird von Ülgen Karakaya unterstützt, der vor einigen Wochen seine C-Lizenz erworben hat. Mit Alp Güner steht noch ein weiteres Eigengewächs im Trainerstab zur Verfügung. Sven Helwig sieht im Abstiegskampf Östringen und Brötzingen auf Augenhöhe.

Schüler wollen Zweiter werden

Die Schüler starten in der Gruppe C der Schülerverbandsrunde Nordbaden mit den Teams Falken Bergstraße, KG Sandhofen-Schönau und RG Kurpfälzer Löwen. Ziel sollte es sein, den zweiten Platz hinter dem Deutschen Mannschaftsmeister Falken Bergstraße zu erreichen. Die Schülertrainer Ismail Güner und Sven Helwig wissen, dass das keine einfache Aufgabe werden wird. sn/pg/AT