Dritter Sieg in Folge für die TSG 1862/09 Weinheim
Beim 4:1 gegen die SG Heidelberg-Kirchheim trifft auch Joker Noah Hannawald und die kleine Serie setzt sich fort
Die Fußballer der TSG 1862/09 Weinheim haben einen weiteren großen Schritt in Richtung Spitzenplätze der Verbandsliga gemacht. Das weitgehend souveräne 4:1 (2:0) gegen Aufsteiger SG Heidelberg-Kirchheim am Samstag war bereits der dritte Sieg in Folge, mit nun elf Punkten liegt die Elf um Trainer Lukas Cambeis zwar weiter auf Platz fünf – von Relegationsplatz zwei trennen die Weinheimer nach dem erneuten Punktverlust der Heddesheimer Fortuna (1:1 gegen Mühlhausen) aber nur noch drei Zähler.
Weinheim - Kirchheim 4:1
TSG 1862/09 Weinheim: Kallis; M. Kuhn, Ertanir, Giordano (90. Walter), Beikert, Keller (80. Knauer), Zimmermann, Jawadi, Ludwig (58. Hannawald), Schwöbel (84. Gärtner), Moura (68. Schneider).
SG HD-Kirchheim: Gaber; Bittler, Rehm (87. Pflanz), Zajimovic, Rewerk (29. Hartmann), Klein, Mikona (71. Mikona), Haffa, Celik (46. Santos Insua), Neumann (46. Geiseler), Zügel.
Tore: 1:0 Ludwig (32.), 2:0 Jawadi (40.), 2:1 Zügel (51.), 3:1, 4:1 Hannawald (72., 79.).
„Mit Ausnahme der 20 Minuten nach dem Seitenwechsel kann man heute absolut zufrieden sein“, freute sich Cambeis nach dem Schlusspfiff. Und auch der Sportliche Leiter Peter Laudenklos sagte mit einem breiten Grinsen im Gesicht: „Ein verdienter Sieg mit einer kleinen Leistungsdelle nach der Pause.“
Diesmal passt die Chancenverwertung
Zufrieden stimmten Cambeis vor allem die Spielkontrolle, die seine Mannen trotz des einen oder anderen unsauberen Zuspiels an den Tag legte, sowie die Chancenverwertung. Letzteres machte bei bestem Fußballwetter im Sepp-Herberger-Stadion auch den Unterschied im Duell der bisherigen Tabellennachbarn. Denn: Während die Gäste Mitte der ersten Halbzeit durch Jonas Rehm (24.) und Timo Hartmann (26.) zwei Hochkaräter fast schon fahrlässig liegen ließen und durch Sidiky Zügel kurz vor der Pause einen fulminanten Lattenkracher verbuchten, agierten die Hausherren deutlich kaltschnäuziger. Nach einer ersten Annäherung durch Stoßstürmer Marlon Ludwig (16.) und einem Heber übers Tor von Gaetano Giordano (18.), machte es Ludwig mit seinem zweiten Versuch deutlich besser: Sebastian Beikerts Torschuss aus halblinker Position ging zwar noch recht deutlich vorbei, doch Giordano machte das Leder mit einer Flanke in den Fünfmeterraum wieder scharf – Ludwig musste nur noch zur Weinheimer Führung einnicken (32.).
Wenige Minuten später wurde aus einem Heidelberger Freistoß fast das 2:0: TSG-Keeper Kallis faustete das Leder in den Lauf von Marlon Ludwig, der trotz des enormen Tempos die Übersicht behielt und auf Beikert querlegte. Der Neuzugang aus Viernheim scheiterte aber an SG-Torwart Nicholas Gaber (36.). Besser machte es Rahman Jawadi weitere vier Zeigerumdrehungen später: Nach einem Zuckerpass von Giordano behielt der Österreicher die Nerven und schob zur 2:0-Pausenführung ein.
Leistungsdelle nach der Pause
Nach der Halbzeitpause – Kirchheims Trainer Manuel Moser hatte gleich zweimal gewechselt – folgte dann die bereits erwähnte „Leistungsdelle“. „Ohne Ruhe, ohne Kontrolle“, habe seine Elf in dieser Phase agiert, monierte Cambeis, „was aber irgendwie auch klar ist, wenn man, wie schon beim 1:3 gegen Bruchsal wieder so ein Ei kassiert“. Verantwortlich für das „Ei“ war Jawadi, der das Leder unnötigerweise in den Lauf von Zügel spielte, der wiederum vor Kallis ruhig blieb und auf 1:2 verkürzte (51.).
Das Momentum war nun eigentlich aufseiten der Gäste, die aber mit zunehmender Spieldauer immer unkonzentrierter wurden und das Kurzpassspiel nahezu komplett einstellten. Auf der Gegenseite brachte Cambeis mit den Einwechslungen von Kapitän Yannick Schneider, der nach seiner Erkrankung zwar wieder im Kader stand, aber noch keine Kraft für 90 Minuten hatte, und Noah Hannawald neue Struktur und Zielstrebigkeit ins Spiel.
Hannawald war es dann auch, der nach einem erneuten Giordano-Traumpass zunächst auf 3:1 stellte (72.), um sieben Minuten später nach starker Vorarbeit von Beikert auch den Sack endgültig zuzumachen. Schneider blieb das Joker-Tor hingegen verwehrt: Mit der letzten Aktion des Spiels scheiterte er am Aluminium.