Handball

Großsachsen hat die Aufstiegsrunde wieder im Blick

TVG-Torwart Moritz Mangold ist für den Oberliga-Zweiten Plochingen kaum zu überwinden. Jetzt geht es zum Tabellenführer. Und zum Derby.

Moritz Mangold war der große Rückhalt des TVG Großsachsen. Foto: Katrin Oeldorf
Moritz Mangold war der große Rückhalt des TVG Großsachsen.

„Wenn wir immer so aufgetreten wären wie heute, würden wir ganz anders dastehen.“ Dominic Sauer, Handball-Abteilungsleiter des TVG Großsachsen, hatte am Samstagabend genauso viel Grund zur Freude wie 300 Zuschauer in der Sachsenhalle. Mit dem fünften Sieg in Folge setzten die Oberliga-Handballer aus Saase ihre Erfolgsserie fort und fahren selbstbewusst zum letzten Spiel des Jahres. Da wartet am Samstag ab 19.30 Uhr in der Schwetzinger Nordstadthalle zwar kein Geringerer als Spitzenreiter HG Oftersheim/Schwetzingen. Doch der TVG hat seine breite Brust wiedergefunden.

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Matchwinner Mangold

Und die hatte am Samstagabend einen Namen: Moritz Mangold. „Wenn wir weiter so spielen wie heute, sehe ich keinen Grund, warum wir nicht auch in Schwetzingen gewinnen sollten“, sagte der Rückkehrer ins Großsachsener Tor. „Ich freue mich total auf dieses Spiel.“

Endlich der erste Sieg

Die gute Ausgangsposition hat sich Großsachsen eindrucksvoll erarbeitet. Gegen „Angstgegner“ TV Plochingen, gegen den dem TVG bislang noch kein Sieg gelungen war, feierte Großsachsen erst ein 31:21 (15:14) – und im Anschluss eine unbeschwerte Weihnachtsfeier. Vor allem in der zweiten Halbzeit lieferten die Gastgeber klasse Handball und ließen ihre Fans auf einer lange nicht mehr gesurften Euphoriewelle zurück. Der Tabellenzweite aus Plochingen war spätestens in Halbzeit zwei chancenlos und wurde von den Saasemern regelrecht überrannt, was bereits vor dem Schlusspfiff für Ovationen auf den Rängen sorgte.

Zu Beginn der Partie schienen die Schwaben der erwartet starke Gegner. Die Plochinger Defensive war schwer zu knacken und der Angriff präsentierte sich ideenreich. Zwar lag meist der TVG mit ein, zwei Toren in Front, absetzen konnte sich Großsachsen aber nicht. Die Ein-Tore-Führung zur Halbzeit hätte auch gut andersherum auf der Anzeigetafel stehen können, beide Mannschaften präsentierten sich auf Augenhöhe.

Starke zweite Hälfte

Nach Wiederanpfiff ging es bis zum 17:17 (34.) im Gleichschritt weiter, bevor der TVG sein Feuerwerk abbrannte. Der für den verletzten Fabian Lieb in den Kader gerückte Moritz Mangold vernagelte dann aber sein Tor und auf Plochingen rollte eine Angriffswelle nach der anderen zu. Großsachsen startete einen 9:0-Lauf. In dieser Zeit versuchte TV-Trainer Sven Strübin mit zwei Auszeiten innerhalb von sechs Minuten Großsachsen aufzuhalten. Doch auch eine umstrittene Rote Karte gegen TVG-Akteur Jonas Schneider änderte nichts an den Kräfteverhältnissen. Plochingen brauchte geschlagene 17 Minuten, um wieder das Tor zu treffen. Da war beim 26:18 (51.) schon alles entschieden. Der TVG hatte die Gäste mit einer aggressiven Abwehr und einem großartigen Torhüter komplett entnervt. Der Gast wirkte völlig verunsichert und produzierte einen Fehler nach dem anderen.

Auch eine Rote Karte gegen Jonas Schneider stoppte den TVG nicht. Foto: Katrin Oeldorf
Auch eine Rote Karte gegen Jonas Schneider stoppte den TVG nicht.

Der deutliche Zehn-Tore Sieg für den TVG lässt die Option auf Rang vier und damit das Erreichen der Aufstiegsrunde weiter offen. „Wir haben noch alle Möglichkeiten. Was wir leisten können, hat man heute gesehen“, sagte Mangold, der seit drei Wochen beim TVG mittrainiert und von der TSG Haßloch, bei der er zuletzt noch seinen Pass hatte, seit einem halben Jahr aber nicht mehr trainierte, die Freigabe für Großsachsen bekam. „Als die Anfrage von Tom Zahn kam, musste ich nicht lange überlegen. Das halbe Jahr Pause war zwar auch schön, aber wenn es so läuft, lohnt sich der Aufwand“, lacht der 25-Jährige, der sich jetzt aufs Derby freut. „Schon allein, weil man ja alle kennt. Das wird ein geiles Spiel.“ AT/hm

TVG Großsachsen: Hoblaj (1), Mangold; Schneider (5), Anschütz (4), Spilger (4/1), König (1), Weindl (4), Burkard, Kadel (4), Straub (2), Seganfreddo (1), Leibnitz (5), Reidenbach.