Fußballer vor der Saison

Jetzt sieht sich der FV Leutershausen II an der Reihe

"jetzt sind wir dran", sagt Trainer Dominik Sättele. Der FV Leutershausen II will nach dieser B-Klassen-Saison endlich auch einmal Grund zum Feiern haben

Trainer Dominik Sättele, die Neuzugänge Marcel Siegmund, Marian Konrad, Lenny Strohmenger und Co-Trainer Frieder Pfefferle (von links) haben in dieser Runde nicht vor, das Feiern anderen zu überlassen. Der FV Leutershausen II will an die Tabellenspitze der Fußball-B-Klasse. Foto: Katrin Oeldorf
Trainer Dominik Sättele, die Neuzugänge Marcel Siegmund, Marian Konrad, Lenny Strohmenger und Co-Trainer Frieder Pfefferle (von links) haben in dieser Runde nicht vor, das Feiern anderen zu überlassen. Der FV Leutershausen II will an die Tabellenspitze der Fußball-B-Klasse.

In den vergangenen beiden Jahren musste der FV Leutershausen II den „Übermannschaften“ der Liga immer den Vortritt lassen. Auch in der abgelaufenen Runde blieben die Heisemer bis zuletzt im Aufstiegsrennen, mussten dann aber doch Meister SC United Weinheim und Vizemeister TSV Sulzbach Richtung A-Klasse winken. „Das waren beide megagute Mannschaften, die auch eine Klasse höher das Zeug dazu haben, gut mitzuspielen. Uns hat letztlich die Konstanz von einer Woche auf die nächste gefehlt“, erkannte FVL-Trainer Dominik Sauer die Dominanz des Führungsduos neidlos an, schob aber gleich eine Kampfansage hinterher: „Jetzt sind wir aber mal dran.“

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FVL sieht sich stark ergänzt

Der Vorjahresdritte verlor zwar seinen Kapitän Philip Müller an die SG Hohensachsen, doch genau gegen diese Mannschaft gab es am vergangenen Wochenende einen 7:0-Testspielsieg nach Treffern von Moritz Böhler (2), Bastian Hammerstein, Jan Davydov sowie den Neuzugängen Marco Harbarth (2) und Lenny Strohmenger. Harbarth und Marcel Siegmund kamen vom SV Unter-Flockenbach, Strohmenger vom TSV Sulzbach. „Das sind genau die Spieler auf den Positionen, die wir noch gebraucht haben“, freut sich Sättele über einen ausgeglichen breiten Kader. Der aus Herxheim gekommene Torhüter Marian Konrad soll den pausierenden Axel Werner ersetzen. David Helm, der – wie auch Henry John Stopford aus Schriesheim – bereits im Winter aus Viernheim zu den Bergsträßern stieß, trägt inzwischen sogar die Kapitänsbinde.

Junge bewegen auch ältere Spieler

Wenn er denn spielt. Den Defensivspieler plagen gerade Knieprobleme. Morgen soll ein MRT Aufschluss geben, wie die Behandlung des 20-Jährigen aussehen soll. Überhaupt hat sich das Aussehen des FVL in den vergangenen Jahren deutlich verjüngt – die Spieler, die das Leutershausener Gerüst in den vergangenen Jahren trugen, dürfen langsam ins zweite Glied rücken. Wenn sie wollen. „Dadurch, dass wir jetzt so viele junge Leute haben, sehen die älteren auch, dass sich etwas bewegt und bekommen wieder Lust“, lacht Sättele. Selbst der ehemalige Co-Trainer Sven Bopp will es noch einmal wissen und schnürt mit 41 wieder die Schuhe. Torwart Marko Miskovic feierte vor einem Monat 40. Geburtstag. Die Routine des 37-jährigen Sebastian Hutzl tut dem Team ebenfalls gut und die spielenden Trainer Sättele und Frieder Pfefferle (beide 33) sorgen ebenfalls für Stabilität.

Die Coaches Dominik Sättele und Frieder Pfefferle spielen auch noch selbst mit. Foto: Katrin Oeldorf
Die Coaches Dominik Sättele und Frieder Pfefferle spielen auch noch selbst mit.

Von den Routiniers fehlt derzeit lediglich Jens Kanzler wegen eines Bänderrisses. „Ansonsten sind alle fit, die vielen jungen und neuen Spieler in der Mannschaft bringen frischen Wind. Das tut allen gut“, sagt Sättele, der seine Mannschaft in einem „super Zustand“ sieht und deshalb bei den Zielen auch nicht tiefstapelt. „Wir müssen nicht aufsteigen, aber wir wollen es.“

Start am 6. September mit Topspiel

Ob dieses Unterfangen mit einem verstärkten Team gelingen kann? Ein erster Fingerzeig wartet das bereits im ersten Saisonspiel. Am Mittwoch, dem 6. September muss der FVL gleich zum A-Klassen-Absteiger nach Laudenbach. „Ich schätze die Arbeit von Dirk Resnik sehr, Laudenbach wird, wie wir auch, als Favorit gehandelt. Das wird gleich ein Sechs-Punkte-Spiel“, sagt Sättele. Den anderen beim Feiern zuschauen – das will Leutershausen nächstes Jahr jedenfalls nicht.