Jetzt sieht sich der FV Leutershausen II an der Reihe
"jetzt sind wir dran", sagt Trainer Dominik Sättele. Der FV Leutershausen II will nach dieser B-Klassen-Saison endlich auch einmal Grund zum Feiern haben
In den vergangenen beiden Jahren musste der FV Leutershausen II den „Übermannschaften“ der Liga immer den Vortritt lassen. Auch in der abgelaufenen Runde blieben die Heisemer bis zuletzt im Aufstiegsrennen, mussten dann aber doch Meister SC United Weinheim und Vizemeister TSV Sulzbach Richtung A-Klasse winken. „Das waren beide megagute Mannschaften, die auch eine Klasse höher das Zeug dazu haben, gut mitzuspielen. Uns hat letztlich die Konstanz von einer Woche auf die nächste gefehlt“, erkannte FVL-Trainer Dominik Sauer die Dominanz des Führungsduos neidlos an, schob aber gleich eine Kampfansage hinterher: „Jetzt sind wir aber mal dran.“
FV Leutershausen II 2023/24
Zugänge: Marco Harbarth, Marcel Siegmund (beide SV Unter-Flockenbach II), Lenny Strohmenger (TSV Sulzbach), Marian Konrad (SV Viktoria Herxheim), David Helm (im Winter von TSV Amicitia Viernheim), Henry John Stopford (im Winter vom SV Schriesheim).
Abgänge: Marius Schmitt (Karriereende), Yassin Jeppener, Andreas Daveloudis, Axel Werner (pausieren), Tim Woronkow (unbekannt), Jens Fath (eigene 1. Mannschaft), Philip Müller (SG Hohensachsen).
Der Kader: Tor: Marko Miskovic, Marian Konrad; Abwehr: Sebastian Hutzl, Dominik Sättele, David Helm, Marc Gellert, Sebastian Bock, Moritz Böhler, Ramazan Sarica, Jason Bernd; Mittelfeld: Lenny Strohmenger, Toni Schmid, Joshua Kapraun, Marcel Siegmund, Marco Harbarth , Sven Bopp, Jens Kanzler, Bastian Hammerstein, Michael Kuhn; Angriff: Jan Davydov, Frieder Pfefferle, Henry John Stopford, Lukas Kirsch.
Trainer: Dominik Sättele (5. Saison); Co-Trainer: Frieder Pfefferle (2. Saison).
Saisonziel: Top Drei.
Favoriten: SV Laudenbach.
FVL sieht sich stark ergänzt
Der Vorjahresdritte verlor zwar seinen Kapitän Philip Müller an die SG Hohensachsen, doch genau gegen diese Mannschaft gab es am vergangenen Wochenende einen 7:0-Testspielsieg nach Treffern von Moritz Böhler (2), Bastian Hammerstein, Jan Davydov sowie den Neuzugängen Marco Harbarth (2) und Lenny Strohmenger. Harbarth und Marcel Siegmund kamen vom SV Unter-Flockenbach, Strohmenger vom TSV Sulzbach. „Das sind genau die Spieler auf den Positionen, die wir noch gebraucht haben“, freut sich Sättele über einen ausgeglichen breiten Kader. Der aus Herxheim gekommene Torhüter Marian Konrad soll den pausierenden Axel Werner ersetzen. David Helm, der – wie auch Henry John Stopford aus Schriesheim – bereits im Winter aus Viernheim zu den Bergsträßern stieß, trägt inzwischen sogar die Kapitänsbinde.
Junge bewegen auch ältere Spieler
Wenn er denn spielt. Den Defensivspieler plagen gerade Knieprobleme. Morgen soll ein MRT Aufschluss geben, wie die Behandlung des 20-Jährigen aussehen soll. Überhaupt hat sich das Aussehen des FVL in den vergangenen Jahren deutlich verjüngt – die Spieler, die das Leutershausener Gerüst in den vergangenen Jahren trugen, dürfen langsam ins zweite Glied rücken. Wenn sie wollen. „Dadurch, dass wir jetzt so viele junge Leute haben, sehen die älteren auch, dass sich etwas bewegt und bekommen wieder Lust“, lacht Sättele. Selbst der ehemalige Co-Trainer Sven Bopp will es noch einmal wissen und schnürt mit 41 wieder die Schuhe. Torwart Marko Miskovic feierte vor einem Monat 40. Geburtstag. Die Routine des 37-jährigen Sebastian Hutzl tut dem Team ebenfalls gut und die spielenden Trainer Sättele und Frieder Pfefferle (beide 33) sorgen ebenfalls für Stabilität.
Von den Routiniers fehlt derzeit lediglich Jens Kanzler wegen eines Bänderrisses. „Ansonsten sind alle fit, die vielen jungen und neuen Spieler in der Mannschaft bringen frischen Wind. Das tut allen gut“, sagt Sättele, der seine Mannschaft in einem „super Zustand“ sieht und deshalb bei den Zielen auch nicht tiefstapelt. „Wir müssen nicht aufsteigen, aber wir wollen es.“
Start am 6. September mit Topspiel
Ob dieses Unterfangen mit einem verstärkten Team gelingen kann? Ein erster Fingerzeig wartet das bereits im ersten Saisonspiel. Am Mittwoch, dem 6. September muss der FVL gleich zum A-Klassen-Absteiger nach Laudenbach. „Ich schätze die Arbeit von Dirk Resnik sehr, Laudenbach wird, wie wir auch, als Favorit gehandelt. Das wird gleich ein Sechs-Punkte-Spiel“, sagt Sättele. Den anderen beim Feiern zuschauen – das will Leutershausen nächstes Jahr jedenfalls nicht.