Ringen

KSV Hemsbach bejubelt Kantersieg im Abstiegskampf

Der Verbandsligist schöpft nach dem klaren Erfolg in Sandhofen neues Selbstvertrauen

Enes Gül (oben) sorgte für einen von vier Schultersiegen für den KSV Hemsbach im wichtigen Kellerduell der Verbandsliga beim RSC Eiche Sandhofen. Foto: Philipp Reimer
Enes Gül (oben) sorgte für einen von vier Schultersiegen für den KSV Hemsbach im wichtigen Kellerduell der Verbandsliga beim RSC Eiche Sandhofen.

Im Abstiegskampf, wenn man denn am vierten Kampftag überhaupt schon darüber sprechen darf, trafen die zwei jüngsten Teams der Ringer-Verbandsliga aufeinander. Die Hemsbacher um ihren Trainer Sven Helwig gewannen dieses so wichtige Duell. Und das beim RSC „Eiche“ Sandhofen sogar unerwartet deutlich mit 28:11. Der erste Saisonsieg verschafft den Bergsträßern zwar nicht viel Luft, aber neues Selbstvertrauen.

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Der KSV Hemsbach und Sandhofen setzen auf eigene Talente und halten an ihre Linie fest, auch wenn man auf beide Seiten auf erfahrene Ringer zurückgreifen könnte. Zwar kein Eigengewächs, aber zur jungen Garde zählend: Hemsbachs ukrainischer Neuzugang Vladyslav Chornovil. In der Klasse bis 57 Kilo (Freistil) hatte er gegen Abedin Ajdini bei seinem überhöhten Punktsieg (16:0) leichtes Spiel.

Rohat Oguz (130 kg, Greco) war gegen seinen fast 20 Kilo schwereren Gegner Alexi Kavtaradze anfangs noch ebenbürtig. In der zweiten Hälfte konnte der Mannheimer den Kampf mit (16:4) zu seinen Gunsten entscheiden und drei Punkte für Sandhofen einheimsen. Tobias Horneff (61 kg, Greco) kontrollierte den Kampf von Anfang an sicher und nutzte einen Konter gegen Olyssefs Balampalnidis zum Schultersieg.

Auch Dominic Weickinger beherrschte seinen Gegner im Halbschwergewicht bis 98 Kilo Freistil nach Belieben. Mit mehreren Durchdrehern erkämpfte er sich einen klaren überhöhten Punktsieg (16:0). Falu Lowe (66 kg, Freistil) gewann gegen Jules Kraus nach einer Führung (12:0) auf Schultern zum Pausenergebnis von 16:3 für den KSV Hemsbach.

Nach der Pause legten dann auch noch Enes Gül (86 kg, Greco) und Kevin Fluh (80 kg, Freistil) jeweils nach wenigen Minuten ihre Gegner Alexander Bart und Sobhan Lakzai auf die Schultern.

Die beiden Abschlusskämpfe entschieden die Mannheimer für sich: Der noch nicht ganz genesene Co-Trainer Malik-Mahmud Gül (75 kg, Freistil) konnte es sich bei der komfortablen Führung leisten, seinen Kampf gegen Magomed-Surkho Adaev aufgeben, da zu diesem Zeitpunkt der Mannschaftssieg schon feststand.

Merih Zafer Kaya (75 kg, Greco) verlor gegen Leandro Juliane auf Schulter. Der 28:11-Sieg der Hemsbacher war indes auch in dieser Höhe verdient. Den Rückenwind will der KSV am Samstag (20 Uhr, Kampfbeginn) zum Heimkampf in der BIZ-Sporthalle gegen die Reservemannschaft der SRC Viernheim mitnehmen. ig