Handball

Stefan Pohl freut sich: Der TVG liefert ab

Großsachsen bleibt in der Nichtabstiegsrunde der Oberliga erfolgreich und hat Lust auf mehr.

Alexander Leibnitz, hier gegen Tim Heuberger und Daniel Heppner, übernahm nach der Pause erfolgreich Verantwortung für den TVG Großsachsen beim Heimsieg gegen Schutterwald. Foto: Gian-Luca Heiser
Alexander Leibnitz, hier gegen Tim Heuberger und Daniel Heppner, übernahm nach der Pause erfolgreich Verantwortung für den TVG Großsachsen beim Heimsieg gegen Schutterwald.

Richtig gute Laune haben derzeit Handballer und Fans des TVG Großsachsen. Auch gegen TuS Schutterwald ritt der TVG seine Welle in der Nichtabstiegsrunde der beim 36:30 (17:14) weiter. Grund zum Ärger gab es maximal durch die Bietigheimer Schiedsrichter Mauritz Möller und Patrick Neumann, die sowohl sich als auch die beiden Teams in einem an für sich fairen Oberliga-Handballspiel mit der frühen Verteilung von Zeitstrafen unnötig unter Druck setzten. Am Ausgang der Partie hätte dies nichts geändert, allenfalls daran, dass vielleicht doch noch ab und an Abwehrarbeit stattgefunden hätte.

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„Das war am Ende allenfalls noch Geleitschutz, mehr war da nicht für uns drin, um nicht unseren kompletten Innenblock zu verlieren“, sagte TVG-Trainer Stefan Pohl. Sowohl Jan Straub (7./29.) als auch Hannes Weindl (8./15.) konnte der nach Saisonende zum TSV Birkenau wechselnde Coach nur noch sporadisch zum Einsatz bringen. Das sorgte für jede Menge Platz am Kreis, wo vor allem die dynamischen Michael Herzog und Simon Seigel immer wieder Stefan Kofler fanden, der für seine zwölf Tore nur 14 Versuche brauchte.

TuS-Coach nicht unzufrieden

„Ich kann meiner Mannschaft nur ein Riesenkompliment machen. Mit dieser Leistung heute gegen einen anderen Gegner hätten wir gepunktet“, sagte TuS-Trainer Markus Lais, der ebenfalls früh auf zwei seiner Innenblocker verzichten musste. Allerdings verletzungsbedingt. Julian Seigel und Tim Heuberger fielen aus, nachdem sie versucht hatten, den im ersten Durchgang kaum zu stoppenden TVG-Werfer Jonas Schneider aufzuhalten. Heubergers Cut am Jochbein zeugte von einem harten, aber keineswegs unfairen Spiel.

War agilster Angreifer des TVG im ersten Durchgang: Jonas Schneider. Foto: Gian-Luca Heiser
War agilster Angreifer des TVG im ersten Durchgang: Jonas Schneider.

Der TVG startete gut, führte durch Schneiders One-Man-Show bis zur 8. Minute 5:2, ehe es durch zwei Zeitstrafen mehr Platz für nie aufsteckende Schutterwalder gab. Michael Herzog, überragender Rückraumwerfer der Gäste glich zum 5:5 (11.) aus, die Partie verlief im Anschluss ausgeglichen, weil sich m Saasemer Angriff zu viel auf Schneider konzentrierte und TuS-Torwart Niklas Weber dessen Würfe bis zur Pause besser lesen konnte. Weil aber auch Leon Hoblaj im TVG-Tor mit acht Paraden eine gute erste Hälfte zeigte, Schneider im Angriff oft nur aufgrund eines Siebenmeters gebremst werden konnte und sich die TVG-Offensive etwas breiter aufstellte, führten die Gastgeber vor 250 Zuschauern zur Pause 17:14.

Sonderbewachung für Schneider

In Durchgang zwei versuchten es die Südbadener mit einer Manndeckung gegen Jonas Schneider. Jetzt übernahmen Alexander Leibnitz und Florian König die Verantwortung im Rückraum, auch Niklas Thierauf und Hannes Weindl trauten sich. Und weil Saase im traumhaft sicher verwandelnden Johannes Kadel auch auf Linksaußen einen sicheren Vollstrecker hatte, geriet die Großsachsener Führung trotz hektischer Phasen bei 27:23 Fehlwürfen und 9:13 Ballverlusten nicht in Gefahr. „Die Jungs liefern ab“, findet Stefan Pohl, der mit seiner Mannschaft deshalb einen der beiden ersten Plätze in der Nichtabstiegsrunden-Tabelle anpeilt. Nächster Halt dabei: am Sonntag beim Tabellenvierten TSB Schwäbisch Gmünd.

TVG Großsachsen: Hoblaj, Mangold (ab 49.), Schneider (8), Spilger (8/5), Kadel (5), König (4), Leibnitz (4), Anschütz (2), Thierauf (2), Burkard (1), Seganfreddo (1), Weindl (1), Reidenbach, Straub.

Beste Werfer TuS Schutterwald: Kofler (12/3), Seigel (6), Herzog (4).