TVG geht mit guter Ausgangsposition in die Abstiegsrunde
Nach dem 28:20-Sieg gegen Heidelsheim geht Großsachsen mit 12:4 Punkten in die entscheidende Saison-Phase. Allein das Ergebnis im Parallelspiel war ärgerlich.
Handball-Oberligist TVG Großsachsen hat im Heimspiel gegen die SG Heidelsheim/Helmsheim am Samstagabend zwei weitere wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt eingefahren. Nach 60 vergleichsweise einseitigen Minuten stand ein ungefährdeter 28:20 (12:8)-Heimsieg auf der Anzeigetafel.
Der TVG geht dadurch mit 12:4 Punkten in die Abstiegsrunde, die aus Saasemer Sicht am Samstag, 2. März, mit dem Auswärtsspiel bei der SG H2Ku (Hasslach/Herrenberg/Kuppingen) beginnt. Am 9. März steht dann das nächste Heimspiel in der Sachsenhalle gegen den TuS Schutterwald an.
Zerfahrene Partie
Richtige Stimmung kam trotz des Sieges und der deutlichen Überlegenheit des TVG unter den 400 Zuschauern in der Sachsenhalle allerdings nicht auf. Dafür war die Partie schlichtweg zu zerfahren – und der Gegner in seinen Möglichkeiten zu begrenzt. Zu keiner Zeit schaffte es der Vorletzte der Hauptrunden-Tabelle (5:27 Punkte), die Saasemer in Bedrängnis zu bringen.
Gleichwohl war beiden Mannschaften die Bedeutung des Spiels – in gewisser Weise war es bereits der Auftakt der Abstiegsrunde – anzumerken, entsprechend nervös starteten TVG und SGHH in die Partie. Die ersten zehn Spielminuten waren dann auch geprägt von Fehlwürfen, technischen Fehlern und Pässen, die einfach so ins Aus flogen. Logische Konsequenz: Ein mageres 2:1 leuchtete von der Anzeigetafel.
Mangold erwischt Sahnetag
Großsachsen berappelte sich kurz darauf als Erstes, wirkte fortan strukturierter und setze sich recht schnell auf 7:3 ab (17.). Zwar riss der TVG in der Offensive auch weiterhin keine Bäume aus, stellte nun aber zumindest eine starke Defensive, die den Gast vor große Probleme stellte. Hinzu kam, dass Keeper Moritz Mangold einmal mehr einen sehr guten Tag erwischt hatte und einige freie Chancen der SGHH zunichtemachte. So ging es nach 30 Minuten mit einer Vier-Tore-Führung (12:8) in die Pause.
Zu Beginn von Durchgang zwei kam der Gast zunächst noch einmal auf zwei Tore heran (14:12, 37.). Dann aber legte der TVG einen Zahn zu, es folgte ein furioser 8:0-Lauf der Gastgeber. Jonas Schneider, Tim Burkard (2), Johannes Kadel (2) und Alexander Leibnitz (3) schraubten das Ergebnis zunehmend in die Höhe, während sich Heidelsheim/Helsmheim durch gleich vier Zeitstrafen selbst schwächte.
TVG Großsachsen – SG Heidelsheim/Helmsheim 28:20
- TVG Großsachsen: Mangold (1), Hoblaj; Schneider (2), Anschütz, Spilger (5/4), Weindl (1), Burkard (4), Kadel (3), Straub (3), Seganfreddo (3), Thierauf, Leibnitz (6), Reidenbach.
- SG Heidelsheim/Helmsheim: P. Boudgoust, Helfenbein; Popovic, Bodemer (2), Hoefs, Rusnak (1), Keibl (2/1), Fassunge (1), Köster, Metzger (3), Gromer, Junker, Krepper (2), B. Boudgoust (1), Kikillus (8/4), Holler.
- Zuschauer: 400.
- Schiedsrichter: Benedikt Franz/Dennis Wiessmeyer.
- Strafminuten: 6:20.
- Siebenmeter: 4/6:5/5
- Spielfilm: 1:0, 3:3, 7:3, 8:5, 10:5, 11:7, 12:8 (Pause), 12:10, 14:12, 22:12, 24:17, 25:19, 27:19, 28:20.
Erst nach zwölf Spielminuten trafen die Gäste per Siebenmeter von Kikillus zum 22:13 (49.), das Spiel war zu diesem Zeitpunkt aber längst entschieden. In den folgenden elf Minuten lief die Partie ohne größere Höhepunkte aus. Großsachsen machte nicht mehr als nötig, Heidelsheim konnte dadurch zumindest noch ein wenig Ergebniskosmetik betreiben.
Pohl: "Verdienter Sieg"
„Was zählt, sind der Sieg und die beiden Punkte“, analysierte TVG-Trainer Stefan Pohl nach der Partie. Er sprach grundsätzlich von einem „verdienten Sieg“, der jedoch in erster Linie der Abwehrleistung seiner Sieben zuzuschreiben gewesen sei. „Die Defensive war heute sehr gut und hat Heidelsheim vor große Probleme gestellt. Mit dem Angriff und den gemachten Fehlern bin ich natürlich nicht zufrieden“, so Pohl.
Im gleichen Atemzug richtete er bereits den Blick auf die Abstiegsrunde: „Wir haben jetzt eine gute Ausgangsposition, dürfen uns aber nicht zu sicher fühlen. Wer weiß, wie viele am Ende absteigen.“ Voraussichtlich werden es vier Mannschaften sein, endgültige Gewissheit herrscht aber erst, wenn bekannt ist, wer aus der 3. Liga in die BW-Oberliga absteigt.
Blaustein schafft's auch nicht
Fest steht hingegen bereits: In der ersten Tabelle der zehn Teams umfassenden Abstiegsrunde belegt der TVG hinter dem punktgleichen TSV Weinsberg und mit zwei Punkten Rückstand auf Tabellenführer TSV Blaustein den dritten Platz.
Eine noch bessere Ausgangsposition wäre für die Saasemer durchaus drin gewesen – hätte man die beiden Partien gegen Blaustein nicht mit jeweils nur einem Tor Unterschied verloren. So nimmt die Sieben um Stefan Pohl aber vier Minuspunkte mit in die nächste Saisonphase.
Dass der TSV Blaustein überhaupt in der Abstiegsrunde vertreten ist, haben sich die Ulmer selbst zuzuschreiben: Im direkten Duell um den letzten freien Platz in der Aufstiegsrunde unterlagen sie im Parallelspiel am Samstagabend vor heimischer Kulisse der HSG Ostfildern mit 28:33. hm/fran