Erdbeben

142 Erdbeben im vergangenen Jahr in Hessen registriert

Auch in Hessen bebt manchmal der Boden: 142 natürliche Erdbeben hat der Hessische Erdbebendienst 2023 erfasst. Eine Region sticht besonders hervor.

Der Seismograph der Erdbebenwarte verzeichnet Ausschläge. Foto: Oliver Berg/dpa/Archivbild
Der Seismograph der Erdbebenwarte verzeichnet Ausschläge.

Wiesbaden (dpa/lhe) - 142 Erdbeben hat der Hessische Erdbebendienst (HED) 2023 im Land registriert. Das hat das Hessische Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) am Donnerstag als Betreiber in einem Jahresbericht mitgeteilt. Nicht mitgezählt wurden dabei laut Mitteilung mehrere Hundert weitere Beben wie beispielsweise Steinbruchsprengungen.

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Das Erdbeben bei Pfungstadt (Landkreis Darmstadt-Dieburg) am 10. September 2023 etwa nahmen viele Menschen in der Region wahr, so das HLNUG: Das Beben schaffte es auf eine Lokalmagnitude von 3,1. Es richtete nach Angaben des HED aber keine größeren Schäden an.

Besonders häufig bebte die Erde wie schon in den vergangenen Jahren in der Region östlich von Bad Schwalbach im Taunus: Insgesamt verzeichnete der HED dort 71 Erdbeben mit einer Maximalmagnitude von 2,2. Auch im Oberrheingraben, im Mittelrheintal, im Odenwald und im Hintertaunus wurden demnach Erdbeben registriert.

Statistisch gesehen treten laut HLNUG in Hessen mehrere mäßig starke Erdbeben pro Jahr auf, die vor Ort spürbar sind. Ein- bis zweimal pro Jahr schaffen sie es demnach im Schnitt auf eine Magnitude von 3,0 bis 3,9. Ungefähr einmal in zehn Jahren rechne die Behörde mit einem mittelstarken Erdbeben, das beispielsweise Gebäude beschädigen kann. Sehr viel häufiger gebe es jedoch schwache Beben, die zwar spürbar sind, aber keine Schäden anrichten.