Erdbeben

Erdbeben erschüttert Ortenaukreis

Plötzlich wackelt der Boden: Im Ortenaukreis spüren viele Menschen ein Erdbeben. Warum der Südwesten öfter bebt.

Im Ortenaukreis hat am Sonntag die Erde leicht gebebt. (Symbolfoto) Foto: Oliver Berg/dpa
Im Ortenaukreis hat am Sonntag die Erde leicht gebebt. (Symbolfoto)

Kippenheim/Freiburg (dpa/lsw) - Ein Erdbeben der Stärke 2,4 hat am Sonntag den Ortenaukreis in Baden-Württemberg erschüttert. Das Epizentrum des Bebens lag laut dem Erdbebendienst des Landes in Kippenheim. Demnach gab es zahlreiche Wahrnehmungen von Menschen aus der Ortenau und dem Schwarzwald. Das Beben wurde um 23.00 Uhr registriert. Über mögliche Schäden war zunächst nichts bekannt.

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Öfter Erdbeben in Baden-Württemberg

Baden-Württemberg ist das seismisch aktivste Bundesland in Deutschland. Im globalen Vergleich wird die Erdbebenaktivität von Experten jedoch nur als moderat eingestuft. Spürbar sind Beben laut dem Erdbebendienst etwa ab einer Stärke von zwei.

Im Jahr 2025 sind in Baden-Württemberg bisher 14 Erdbeben spürbar gewesen. Das hatte der Landeserdbebendienst Baden-Württemberg (LED) am Regierungspräsidium Freiburg mitgeteilt. Demnach hatten 13 der Beben ihr Epizentrum im Land, eines ging vom benachbarten Schweizer Gebiet aus und war bis nach Baden-Württemberg zu spüren.

Mehr als 50 Messstationen wachen über den Südwesten

Der LED betreibt eigenen Angaben zufolge zur Überwachung ein Messnetz mit rund 50 Stationen im ganzen Land. Ergänzt werde dieses durch Daten aus benachbarten Regionen und Ländern. Erdbebendaten liefen in Echtzeit in der Zentrale in Freiburg ein, würden automatisch ausgewertet und im Nachgang von Seismologen überprüft. Bei stärkeren Beben gebe es eine schnelle Benachrichtigung von Behörden und Öffentlichkeit.

Erdbeben können nicht vorhergesagt werden. Geologische Analysen und historische Daten erlauben aber eine Einschätzung der seismischen Gefährdung, etwa für Bauvorgaben und Notfallpläne.