77 Messerstiche: Mordprozess gegen Ehemann beginnt
Der Mann darf sich seiner Frau nicht mehr nähern, zu ihrem Schutz trägt er eine elektronische Fußfessel. Doch dann wird sie ihm abgenommen.
Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Ein Mann soll den neuen Freund seiner Ehefrau mit 77 Messerstichen getötet haben. Heute beginnt im Frankfurter Landgericht der Prozess gegen den 37-Jährigen. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm heimtückischen Mord vor.
Im Juli 2025 soll der Bulgare zunächst in das Treppenhaus eines Mehrfamilienhauses im Stadtteil Bonames eingedrungen sein. Als seine dort von ihm getrennt lebende Ehefrau die Tür ihrer Wohnung öffnete, soll er zunächst die 31-Jährige mit einem mitgebrachten Küchenmesser angegriffen und am Arm verletzt haben. Dann soll er in die Wohnung eingedrungen und dort den Freund der Frau mit dem Messer umgebracht haben. Der 46-Jährige starb noch am Tatort.
Häusliche Gewalt
Nur wenige Tage zuvor war dem Mann die elektronische Fußfessel abgenommen worden, mit der sein Aufenthaltsort überwacht worden war. Er hatte sie getragen, nachdem wegen häuslicher Gewalt ein Annäherungsverbot erlassen wurde.