Demonstrationen

Aktionen an Hochschulen für bessere Arbeitsbedingungen

Studierende und Beschäftigte protestieren an hessischen Hochschulen für bessere Arbeits- und Studienbedingungen. Was sind die zentralen Forderungen der Aktionen?

Anlässlich eines bundesweiten Aktionstages wollen auch in Hessen Hochschul-Beschäftigte sowie Studierende für bessere Arbeits- und Studienbedingungen auf die Straße gehen. (Symbolbild) Foto: Tom Weller/dpa
Anlässlich eines bundesweiten Aktionstages wollen auch in Hessen Hochschul-Beschäftigte sowie Studierende für bessere Arbeits- und Studienbedingungen auf die Straße gehen. (Symbolbild)

Gießen/Fulda/Frankfurt/Darmstadt (dpa/lhe) - Mit Demonstrationen und Kundgebungen haben sich Studierende sowie Beschäftigte hessischer Hochschulen am bundesweiten Hochschulaktionstag beteiligt. Die Gewerkschaft Verdi sprach von insgesamt rund 1.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern an Protesten in Darmstadt, Wiesbaden, Frankfurt, Gießen, Kassel, Fulda und Marburg. 

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Dabei hätten Verdi, die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) sowie Studierendenvertretungen eine bedarfsgerechte Finanzierung der Hochschulen und bessere Studien- und Arbeitsbedingungen gefordert. Zudem hätten sich Studierende und Beschäftigte auf Kundgebungen mit den Forderungen der Gewerkschaften im öffentlichen Dienst solidarisiert und eine Abkehr von der Sparpolitik, mehr unbefristete Stellen und eine Aufnahme der studentischen Hilfskräfte in den Tarifvertrag des Landes Hessen verlangt. 

Der Landesfachbereichsleiter Gesundheit, soziale Dienste, Bildung und Wissenschaft von Verdi Hessen, Stefan Röhrhoff, erklärte, die Beschäftigten und die Studierenden an den Hochschulen hätten «erneut ihren Unmut über die Sparpolitik des Landes deutlich gemacht. Sie fordern dingende Nachbesserungen am Hochschulpakt.» Gleichzeitig erwarteten die Beschäftigten aber auch bei der anstehenden Lohnrunde mit dem Land Hessen ein deutliches Plus auf dem Gehaltszettel sowie die Einhaltung der tariflichen Vereinbarung zu unbefristeten Arbeitsverträgen.

Von der GEW hieß es am Morgen: «Dass Hochschulen seit Jahren kaputtgespart werden, trifft Studierende ebenso wie Beschäftigte. Kettenbefristung, Arbeitsverdichtung, miese Betreuungsrelationen sind aber kein Naturgesetz, sondern das Ergebnis politischer Entscheidungen.» 

Tarifverhandlungen ab 27. Februar

Da Hessen nicht zur Tarifgemeinschaft der Länder gehört, haben die Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst hier noch nicht begonnen - Start ist der 27. Februar. Die genannten Themen dürften dabei für die Beschäftigten zentral werden, erklärte die Gewerkschaft. Zugleich wollten sie sich solidarisch mit Hochschul-Mitarbeitern aus den 15 anderen Bundesländern zeigen, die ebenfalls für ihre Tarifforderung auf die Straßen gehen wollten.

Auf die Tarifverhandlungen in Hessen dürften sich auch die Sparzwänge der hessischen Hochschulen auswirken. Der im vergangenen Sommer beschlossene hessische Hochschulpakt 2026-2031 sieht vor, dass Universitäten und Fachhochschulen im Bundesland in diesem Jahr rund 30 Millionen Euro einsparen müssen. Im Jahr darauf kehrt ihr Budget auf das Niveau von 2025 zurück. Von 2028 an steigen die Landesmittel dann jährlich.