Solarenergie

Anzeichen einer Trendwende: SMA für 2026 optimistischer

Nach einem schwachen Jahresbeginn stabilisiert sich die Nachfrage nach Photovoltaik-Anlagen. SMA Solar rechnet für das laufende Geschäftsjahr mit besseren Zahlen.

SMA Solar verzeichnet seit März eine stabilere Nachfrage nach Photovoltaik-Anlagen. (Archivbild) Foto: Sebastian Gollnow/dpa
SMA Solar verzeichnet seit März eine stabilere Nachfrage nach Photovoltaik-Anlagen. (Archivbild)

Niestetal (dpa/lhe) - Signale einer Trendwende bei der Nachfrage nach Photovoltaik-Anlagen stimmen den Hersteller von Wechselrichtern SMA Solar zuversichtlicher für 2026. «Nach einem verhaltenen Jahresauftakt bei den Zubauraten für Heim- und Gewerbeanlagen ist seit März eine Stabilisierung der Nachfrage erkennbar. Wir werten dies derzeit als erste Anzeichen einer Trendwende», sagte Unternehmenschef Jürgen Reinert bei der Vorstellung der Zahlen des ersten Quartals im nordhessischen Niestetal.

Den Umsatz sowie den Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sieht Reinert 2026 nun jeweils im oberen Drittel der prognostizierten Bandbreiten von 1,475 bis 1,675 Milliarden Euro beziehungsweise 50 bis 180 Millionen Euro. Dabei würden auch potenzielle Rückerstattungen im Zusammenhang mit den vom obersten US-Gericht als rechtswidrig eingestuften US-Zöllen berücksichtigt.

In den ersten drei Monaten des Jahres stieg der Konzernumsatz im Jahresvergleich um 4 Prozent auf 340,9 Millionen Euro. Der operative Gewinn (Ebitda) legte um rund sechs Prozent auf 26,1 Millionen Euro zu.

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Restrukturierung und Stellenabbau

Der Solartechnikhersteller kämpft seit längerem mit einer rückläufigen Nachfrage, insbesondere im Markt für Heim- und Gewerbeanlagen. Hinzu kommen hoher Wettbewerbs- und Preisdruck. Reinert will das Unternehmen deshalb neu aufstellen und hatte bereits 2024 ein Sparprogramm verordnet. 

Damals hatte SMA einen Stellenabbau von weltweit 1.100 Stellen bis Ende 2025 angekündigt, davon rund 700 Stellen in Niestetal und 400 weitere im Ausland. Im vergangenen Jahr verschärfte der Konzern seinen Sparkurs erneut. Bis Ende des Jahres 2026 sollen weltweit rund weitere 350 Jobs gestrichen und noch einmal 100 Millionen Euro eingespart werden.

Rund 2.500 Mitarbeiter in Niestetal

Durch die Neuaufstellung sollten insgesamt bis zu 200 Millionen Euro eingespart werden. Ungefähr die Hälfte davon durch den Personalabbau, die weiteren 50 Prozent durch Einsparungen bei Ausgaben unter anderem für Material, Dienstleister sowie Werbung und Marketing.

SMA beschäftigt nach eigenen Angaben weltweit knapp 3.500 Mitarbeiter, rund 2.500 davon in Niestetal.