Badeverbot am Buga-See wegen massiver Blaualgen-Vermehrung
Blaualgen breiten sich im Buga-See in Kassel aus – das Gesundheitsamt warnt vor gesundheitlichen Risiken.
Kassel (dpa/lhe) - Wegen einer starken Vermehrung von Blaualgen hat das Gesundheitsamt der Stadt Kassel ein Badeverbot für den Buga-See ausgesprochen. Grund für den Anstieg der Cyanobakterien seien die anhaltende Trockenheit und die hohen Temperaturen, teilte die Stadt mit.
Die Kombination aus sinkendem Wasserstand, intensiver Sonneneinstrahlung und steigenden Wassertemperaturen schafft demnach günstige Bedingungen für die Entwicklung der Bakterien. Die Stoffwechselprodukte einiger Blaualgen-Arten können für Menschen und Tiere gesundheitsschädlich sein. Während der Badesaison werden Gewässer nach Angaben der Stadt Kassel deshalb regelmäßig kontrolliert.
Aufgrund der Wetterbedingungen haben sich im Buga-See zudem Makrophyten - größere Wasserpflanzen wie Laichkräuter oder Tausendblatt - überdurchschnittlich stark vermehrt. Zwar fungieren diese als «natürliche Wasserreiniger», indem sie zum Beispiel mit Cyanobakterien um Licht und Nährstoffe konkurrieren. Aufgrund der extremen Vermehrung in diesem Jahr sollen die Makrophyten nach Angaben der Stadt Kassel jedoch im September mit einem Unterwassermähboot zurückgeschnitten werden.
Kein Einzelfall
Ende Juli riet der Landkreis Waldeck-Frankenberg vom Baden an der Badestelle Rehbach am Edersee ab. Bei einer regelmäßigen Kontrolle der Wasserqualität war auch dort ein erhöhtes Vorkommen von Blaualgen festgestellt worden.
In den vergangenen Jahren wurden nach Angaben der Stadt Kassel deutschlandweit an zahlreichen Badeseen in Deutschland Warnhinweise oder Badeverbote aufgrund von Cyanobakterien ausgesprochen. In Hessen habe das unter anderem schon den Twistesee im Landkreis Waldeck-Frankenberg betroffen.