Stadtplanung

Bäume, Spielplatz: Ideen für autofreien Mainkai

Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Von Autofahrern viel genutzte Ost-West-Verbindung, für Anwohner und Besucher gewünschter Erholungsort: Der Mainkai in der Frankfurter Innenstadt soll dauerhaft autofrei werden. Der vorbereitende Beschluss könnte noch in diesem Jahr in der Stadtverordnetenversammlung fallen, wie das Mobilitätsdezernat am Donnerstag mitteilte. Ziel sei, dass bis zur nächsten Kommunalwahl im Jahr 2026 kein regulärer Autoverkehr mehr am Nordufer des Mains rollt.

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In einem umstrittenen Verkehrsversuch war der Mainkai 2019/2020 schon einmal ein Jahr lang gesperrt worden. Auch 2022 war vom 11. Juli bis zum 5. September kein Autoverkehr erlaubt - und auch derzeit ist der Straßenabschnitt wieder für das Festival «Sommer am Main» für den Verkehr gesperrt. Dabei wird auf den autofreien Flächen ein Programm unter anderem aus Sport und Kultur angeboten.

Die Umgestaltung des Mainkais solle für die Weiterentwicklung der gesamten Stadt genutzt werden, erklärte ein von der Stadt beauftragter Beraterstab. Frankfurt solle «City of Flow - Stadt des Flusses» werden, rieten die unabhängigen Experten des Urban Land Institute der Mainmetropole, die Erfahrungen aus verschiedenen Großstädten wie Barcelona, London und New York einbrachten.

Dabei ging es insbesondere um das Nordufer des Mains. Am Eisernen Steg könne ein zentraler Platz entstehen, von dem aus das Ufer in beide Richtungen zugänglicher und grüner gestaltet werden könne. Auch zu größeren Spielplätzen, mehr Platz für kulturelle Veranstaltungen und mehr Gastronomie rieten die Experten.

Die Innenstadt zum Fluss zu öffnen, sei schon länger Ziel, sagte Planungsdezernent Marcus Gwechenberger (SPD). Auch die Umgestaltung des Platzes vor dem Eisernen Steg stehe an. Der bisherige Autoverkehr am Mainkai sei überwiegend Durchgangsverkehr. Dieser solle so umorganisiert werden, dass er nicht länger durch die Innenstadt fährt.