Bergpark Wilhelmshöhe zieht weiterhin viele Besucher an
Kassel (dpa/lhe) - Auch im vergangenen Jahr hat der Bergpark Wilhelmshöhe in Kassel als Unesco-Welterbe wieder deutlich mehr Besucherinnen und Besucher angezogen als die anderen Museen und Schlösser der Stadt zusammen. 2023 seien schätzungsweise 800.000 Menschen in den Bergpark gekommen, teilte die Hessen Kassel Heritage (früher Museumslandschaft Hessen Kassel) am Mittwoch mit. Die Museen und Schlösser zogen rund 200.000 Besucher an. «Nach einem sehr erfolgreichen documenta-Jahr in 2022 haben sich unsere Besucherzahlen im vergangenen Jahr weiter positiv entwickelt», bilanzierte Direktor Martin Eberle.
Im laufenden Jahr lägen die Programmhöhepunkte vor allem in verschiedenen Ausstellungen, betonte Eberle. So steht ein Mondscheintransparent von Caspar David Friedrich im Mittelpunkt einer Forschungspräsentation, die im Mai eröffnet. Das großformatige Transparent entfalte von hinten beleuchtet bei Dunkelheit seine ganze Wirkung, hieß es. Um 1800 war diese Art von Transparent auch in Deutschland modern. Die Transparente zeigten etwa berühmte Orte oder historische Ereignisse wie den Ausbruch des Vesuvs.
Ebenfalls ab Mai präsentiert die Sonderausstellung «Kassel zieht an» Mode vom 18. bis zum frühen 20. Jahrhundert. In einer Ausstellung in der Neuen Galerie zeigt Hessen Kassel Heritage die Werke informeller Künstlerinnen aus den 1950er und 1960er Jahren. Zudem ist im Juni ein Fest zum jeweils 50-jährigen Jubiläum des Museumsvereins Kassel und dem Bestehen des Schlosses Wilhelmshöhe als Museum geplant.
Die Hessen Kassel Heritage ist eine Einrichtung des Landes Hessen und verwaltet die kunst- und kulturhistorischen Liegenschaften und Sammlungen des Landes in und um Kassel. Dazu gehören zwölf Sammlungen, vier Schlösser und drei Parks.