IG-Metall-Aktionstag

Beschäftigte der Autoindustrie im Südwesten protestieren

Kurz vor der Tarifrunde will die IG Metall ein Zeichen setzen. Beschäftigte bekannter Hersteller und Zulieferer sollen sich an einem Auto-Aktionstag beteiligen. Und für ihre Zukunft demonstrieren.

Protest bei Mercedes-Benz in Sindelfingen. (Archivbild) Foto: Bernd Weißbrod/dpa
Protest bei Mercedes-Benz in Sindelfingen. (Archivbild)

Stuttgart (dpa/lsw) - Beschäftigte der Autobranche in Baden-Württemberg sind von der IG Metall dazu aufgerufen worden, an einem bundesweiten Aktionstag gegen Jobabbau und weitere Einschnitte in ihrer Industrie zu protestieren. Im Südwesten sollen sich Gewerkschaftsangaben zufolge Beschäftigte von Mercedes-Benz, Porsche, Bosch, Mahle oder Daimler Truck an verschiedenen Standorten beteiligen. 

Bezirksleiterin Barbara Resch wird am Vormittag bei Mercedes-Benz in Sindelfingen erwartet. Die Beschäftigten hätten die Krise nicht verursacht, sollten aber für die Fehler der Vorstände bezahlen. «Das akzeptieren wir nicht», sagte Resch laut Mitteilung. Wer industrielle Stärke und gute Arbeit in Deutschland sichern wolle, müsse jetzt in Produkte, Standorte und Menschen investieren, statt Arbeitsplätze abzubauen und Zukunft zu verspielen. 

Tarifrunde: Erste Verhandlung am 7. Oktober 

Für die anstehende Tarifrunde in der Metall- und Elektroindustrie will die Gewerkschaft ihre Forderungen für Baden-Württemberg am 22. September beschließen. Die erste Verhandlung soll dann am 7. Oktober in Ludwigsburg stattfinden. Zum 31. Oktober laufen die Entgelttarifverträge aus. Dann endet auch die sogenannte Friedenspflicht, danach könnte die Gewerkschaft zu Warnstreiks aufrufen. 

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Impressum

Im Südwesten arbeiten Angaben der IG Metall zufolge derzeit rund 900.000 Menschen in der Metall- und Elektroindustrie. Gerade in der Autoindustrie hatten die Unternehmen zuletzt mit Gewinneinbrüchen zu kämpfen und mit Sparprogrammen reagiert.