«Bild»: Mross teilt nach Show-Absetzung gegen den SWR aus
Es war eine emotionale finale Ausgabe von «Immer wieder sonntags». Noch am selben Tag soll Moderator Stefan Mross seinem Ärger über die Absetzung bei den Verantwortlichen Luft gemacht haben.
Rust (dpa) - Nach der letzten Live-Ausgabe der Schlagersendung «Immer wieder sonntags» hat Moderator Stefan Mross nach einem Medienbericht hinter den Kulissen kräftig gegen die ARD und den Südwestrundfunk (SWR) wegen der Absetzung der Show ausgeteilt. Bei einem Essen im Anschluss an die Show mit Mitarbeitern der Produktionsfirma ging der 50-Jährige unter anderem SWR-Programmdirektor Clemens Bratzler verbal an, wie die «Bild»-Zeitung berichtete.
Bratzler war derjenige, der Mross im März die Nachricht überbrachte, dass das Format eingestellt wird. «Clemens, ich glaube, du hattest mal eine sehr unerfolgreiche Fernsehshow», sagte Mross der «Bild» zufolge zu ihm. «Für mich kam es so rüber, als wäre das mit mir eine kleine Rache-Aktion von dir.» Weiter hieß es demnach: «Das soll kein Vorführen sein hier, Clemens. Ich wurde auch vorgeführt! Es hieß überall, du hast mich rausgeschmissen.» Nicht nur er als Moderator habe gehen müssen, sondern gleich das ganze Format. «Und jetzt singt Ihr hier eine Stunde lang Lobeshymnen, wie toll diese Sendung ist.»
Auch SWR-Intendant Kai Gniffke war anwesend, wie auf Bildern zu sehen war. Ein Sprecher des SWR sagte der «Bild»: «Wir haben immer wieder betont, wie schwer uns die Entscheidung, "Immer wieder sonntags" zu beenden, gefallen ist. Bei aller verständlichen Emotionalität war und ist uns ein respektvolles Miteinander wichtig.»
Nach rund 31 Jahren wurde das Format eingestellt. Der SWR begründete diese Entscheidung unter anderem mit Sparmaßnahmen und dem Wunsch, neue digitale Formate zu entwickeln sowie sich auf ein jüngeres Publikum zu konzentrieren.