Blutplasmaspezialist

Biotest erwartet erneut operativen Verlust

Dreieich (dpa/lhe) - Der Blutplasmaspezialist Biotest erwartet auch in diesem Jahr operativ rote Zahlen. Vor Zinsen und Steuern sei mit einem Verlust von 15 Millionen bis 20 Millionen Euro zu rechnen, teilte das Unternehmen am Donnerstag in Dreieich mit. Grund seien höhere Kosten für Forschung und Entwicklung, Belastungen aus dem Hochfahren der neuen Produktionsanlage Biotest Next Level von 30 bis 40 Millionen Euro sowie die allgemeine Inflation. Die Umsätze sollen dagegen im oberen einstelligen Prozentbereich steigen, hieß es.

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Biotest mit gut 2200 Beschäftigten weltweit ist auf Arzneien aus Blutplasma-Spenden spezialisiert, die bei Blutgerinnungsstörungen, Schwächen des Immunsystems oder Verbrennungen etwa in der Notfallmedizin zum Einsatz kommen. Das Unternehmen betreibt 34 Plasma-Sammelzentren in Europa. Mit dem Programm «Biotest Next Level» will der Konzern die Produktionskapazität mehr als verdoppeln.

Im vergangenen Jahr hatte Biotest - wie schon zuvor bekannt - den Umsatz leicht auf 516,1 Millionen Euro gesteigert. Der operative Verlust lag bei 16,6 Millionen Euro, weniger als halb so viel wie 2021. Das Kerngeschäft sei aber profitabel, so Biotest. Unterm Strich stand ein Verlust von 31,7 Millionen Euro nach 63,4 Millionen 2021.