Besucherzahlen

Buga-Effekt in Mannheim?: Hotellerie nur bedingt zufrieden

Die Bundesgartenschau ist ein Publikumsmagnet. Der millionste Besucher wurde in Mannheim schon begrüßt. Aber spürt man das auch bei den Übernachtungszahlen? Da gibt es unterschiedliche Meinungen.

Kabinen der Seilbahn fahren auf dem Gelände der Bundesgartenschau hinter einem Blumenbeet. Foto: Uwe Anspach/dpa
Kabinen der Seilbahn fahren auf dem Gelände der Bundesgartenschau hinter einem Blumenbeet.

Mannheim (dpa/lsw) - Hotellerie und Gastronomie in und um Mannheim haben drei Monate nach Eröffnung der Bundesgartenschau (Buga) eine gemischte Halbzeitbilanz gezogen. Man freue sich über eine erhöhte Aufmerksamkeit für die gesamte Region, sagte Maik Neuhaus vom Deutschen Hotel- und Gaststättenverband Rhein-Neckar. Eine solche Großveranstaltung sei zwar begrüßenswert. «Wir merken schon die ein oder andere Belegung im Zusammenhang mit der Buga, aber von einer Explosion der Gästezahlen kann man nicht sprechen.» Er hoffe aber noch auf Gäste aus Bundesländern, in denen die Ferien noch nicht begonnen haben. «Da könnte ja noch was kommen.»

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Eine durchweg positive Bilanz zog hingegen die Stadtmarketing Mannheim GmbH und die Tourismus Stadt Mannheim GmbH. «Die Zahlen haben unsere Erwartungen übertroffen», betonte Geschäftsführerin Karmen Strahonja mit Blick auf die Besucherzahlen, die verkauften Tickets, die 1700 Busse mit Buga-Gästen und die 3100 gebuchten Stadt- und Buga-Führungen. Der Buga-Effekt bei den Übernachtungen sei erkennbar und werde sich fortsetzen.

Im April 2023 wurden laut amtlicher Statistik etwa 145.000 Übernachtungen in Mannheim gezählt, ein Plus von fast 30 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Auch die Zahl ausländischer Gäste stieg um ein Drittel auf fast 13.000. Gemessen an den Gästeankünften 2023 sind die Niederländer am stärksten vertreten, gefolgt von Schweizern, Franzosen und US-Amerikanern. Die Veranstalter erwarten insgesamt zwei Millionen Besucher auf der Buga und rund 200.000 zusätzliche Übernachtungen.

Die Kosten für die Mannheimer Schau von rund 60 Millionen Euro sollen unter anderem durch Eintrittsgelder, Spenden und einen städtischen Zuschuss hereingeholt werden. Bislang wurden 33 Millionen Euro eingenommen, die Schau zählt bereits mehr als eine Million Besucher. Bei einer Umfrage gaben 94 Prozent der Gäste an, den Besuch an ihre Freunde und Familie weiterempfehlen zu wollen - 95 Prozent waren mit ihrem Besuch insgesamt sehr zufrieden. 80 Prozent wollen die zweigeteilte, durch eine Seilbahn verbundene Blumenschau, die am 8. Oktober endet, noch einmal besuchen.