Durchsuchungen und Festnahmen

Bundespolizisten möglicherweise an Drogen-Handel beteiligt

Zwei Bundespolizisten sollen an internationalen Drogengeschäften beteiligt gewesen sein. Nun müssen sie vor den Haftrichter.

Bei Durchsuchungen in mehreren NRW-Städten wurden unter anderem Drogen und Bargeld sichergestellt. Foto: Justin Brosch/dpa
Bei Durchsuchungen in mehreren NRW-Städten wurden unter anderem Drogen und Bargeld sichergestellt.

Recklinghausen (dpa) - Zwei Bundespolizisten aus Nordrhein-Westfalen stehen im Verdacht, an internationalen Drogengeschäften beteiligt gewesen zu sein. Wie die Staatsanwaltschaft Essen und die Polizei Recklinghausen gemeinsam mitteilten, wird insgesamt vier Männern vorgeworfen, den Transport von Betäubungsmitteln aus Süd- und Mittelamerika über den Flughafen Frankfurt nach Deutschland organisiert und durchgeführt zu haben. 

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Dabei sollen die beiden Bundespolizisten die Drogen im Bereich des Flughafengeländes transportiert haben. Die anderen beiden Männer fungierten demnach unter anderem als Auftraggeber und Vermittler. Bei den vier Männer handle es sich um zwei 23- und 25-Jährige aus Oberhausen, einen 40-Jährigen aus Bottrop und einen 43-Jährigen aus Essen. 

Die Festnahmen der vier Beschuldigten seien mit Hilfe von Spezialeinheiten der Polizei in Frankfurt am Main, Essen und Siegburg erfolgt. Gegen alle Beschuldigten lägen Untersuchungshaftbefehle vor. Sie würden im Laufe des Tages vor dem zuständigen Amtsgericht vorgeführt, hieß es. Bei Durchsuchungen in Essen, Oberhausen, Bottrop und Düsseldorf seien nicht geringe Mengen Kokain, Bargeld, Mobiltelefone und drei Fahrzeuge sichergestellt worden. Die weiteren Ermittlungen dauern an.