Fußball

Darmstadt sah Abstieg kommen: «Wie mit der 102-jährigen Oma»

Der Darmstädter Abstieg aus der Fußball-Bundesliga war seit Wochen abzusehen. Der Präsident wählt dafür einen skurrilen Vergleich - und spricht von einer «scheiß Saison».

Darmstadts Mathias Honsak (M) steht mit Mitspielern nach Spielende vor der Fankurve. Foto: Uwe Anspach/dpa
Darmstadts Mathias Honsak (M) steht mit Mitspielern nach Spielende vor der Fankurve.

Darmstadt (dpa) - Trotz des seit Wochen erwartbaren Abstiegs aus der Fußball-Bundesliga setzt der endgültig besiegelte Gang in die 2. Liga Darmstadts Präsident Rüdiger Fritsch emotional zu. Seine Gemütslage sei «bescheiden oder auch beschissen - je nachdem, welche Wortwahl man treffen möchte», sagte der 62-Jährige nach der 0:1-Heimniederlage des SV Darmstadt 98 gegen den 1. FC Heidenheim am Sonntagabend. Infolge der Niederlage sind die Lilien drei Spieltage vor dem Saisonende nun auch rechnerisch abgestiegen.

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Dass die Hessen nach nur einem Jahr im Oberhaus künftig wieder eine Liga tiefer antreten müssen, hatte sich abgezeichnet. Auch Fritsch hatte mit diesem Szenario gerechnet. «Ich weiß nicht, ob das ein schlauer Vergleich ist jetzt: Aber das ist wie mit der 102-jährigen Oma, wo man weiß, irgendwann ist es so weit und dann ist es so weit. Dann ist man trotzdem sehr, sehr traurig.» Seit einiger Zeit sei klar gewesen, dass der Club nicht am letzten Spieltag absteigen werde, sondern schon vorher, so Fritsch.

Zwischenzeitlich war die Mannschaft unter Trainer Torsten Lieberknecht in dieser Saison 22 Spiele in Folge ohne Sieg geblieben. Es sei grundsätzlich eine «scheiß Saison» gewesen, sagte Fritsch.