Embargo-Verstoß aufgedeckt

Deal geplatzt: Zoll beschlagnahmt Luxusfahrzeuge

Ein Mann soll über 700 Mal Luxusfahrzeuge illegal nach Russland geschleust haben. Der Zoll hat nun im Landkreis Waldeck-Frankenberg zugeschlagen – und Kurioses gefunden.

Der mutmaßlich exportierte Fuhrpark soll einen Gesamtwert von rund 25 Millionen Euro haben. (Symbolbild) Foto: Leonie Asendorpf/dpa
Der mutmaßlich exportierte Fuhrpark soll einen Gesamtwert von rund 25 Millionen Euro haben. (Symbolbild)

Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Der Zoll hat in Nordhessen 21 Luxusfahrzeuge und Motorräder mit einem geschätzten Wert von 1,3 Millionen Euro sichergestellt. Ziel der Ausfuhr war laut Zollfahndung und Staatsanwaltschaft Frankfurt offenbar Russland – trotz geltender EU-Sanktionen. 

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Im Fokus der Ermittlungen steht demnach ein 39 Jahre alter Mann mit kasachischen Wurzeln. Er soll in über 700 Fällen teure Autos im Gesamtwert von rund 25 Millionen Euro in einige Nachbarstaaten Russlands gebracht haben. In zahlreichen Fällen habe sich zudem nachweisen lassen, dass die Fahrzeuge letztlich in Belarus und Russland landeten – ein Verstoß gegen das EU-Embargo, wie die Behörden erklärten.

Luxusautos, Elektroschocker, Krokodilkopf

Bei der Durchsuchung fanden Zollfahnder neben Fahrzeugen auch illegale Doping- und Potenzmittel, einen Elektroschocker sowie den Kopf eines geschützten Krokodils. Auch Smartphones und Ausfuhrpapiere wurden sichergestellt.

Die Staatsanwaltschaft Frankfurt ermittelt nun wegen Verstößen gegen das Außenwirtschafts- und Artenschutzrecht, das Arzneimittelgesetz sowie das Waffengesetz.