Justiz

Deal im Prozess gegen mutmaßliche Online-Betrüger möglich

Teure Markenkleidung, luxuriöse Sportwagen: Drei mutmaßliche Bandenmitglieder sollen für ihren verschwenderischen Lebensstil massenhaft Internetkäufer betrogen haben. Im Prozess läuft es nun auf einen Deal hinaus.

Mikrofone und Kopfhörer auf einem Tisch in einem Gerichtssaal. Foto: Jonas Walzberg/dpa/Symbolbild
Mikrofone und Kopfhörer auf einem Tisch in einem Gerichtssaal.

Würzburg (dpa) - Im Prozess gegen mutmaßliche Online-Betrüger aus Hessen läuft es vor dem Landgericht Würzburg auf eine Verständigung und damit ein kürzeres Verfahren hinaus. Womöglich könnte es am nächsten Verhandlungstag, dem 21. Juli, zu einem sogenannten Deal kommen, insofern die Angeklagten zu Geständnissen bereit sind. «Die Kammer kann sich grundsätzlich eine Verständigung vorstellen, die sich im angedeuteten Rahmen bewegt», sagte der Vorsitzende Richter am Dienstag. Ein Urteil wäre dann am 26. Juli möglich.

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Denkbar ist nach einer Absprache von Staatsanwaltschaft und Verteidigung eine Haftstrafe zwischen eineinhalb bis zwei Jahren für den jüngsten Angeklagten, der zur Tatzeit noch Jugendlicher war, ausgesetzt zur Bewährung. Für die anderen beiden Angeklagten stehen Freiheitsstrafen zwischen zwei Jahren und drei Monaten und drei Jahren im Raum.

Die 20 und 21 Jahre alten Verdächtigen aus Frankfurt am Main sollen ahnungslose Internetkäufer in unzähligen Einzelfällen um Hunderttausende Euro geprellt haben. Die Angeklagten sollen sich von den ergaunerten Einnahmen in Höhe von knapp 900.000 Euro ein Leben in Saus und Braus geleistet haben. Ihnen wird unter anderem banden- und gewerbsmäßiger Betrug, Missbrauch von Ausweispapieren und Datenhehlerei angelastet.