Finanzmarkt

Deutsche Börse zuversichtlich zu geplanter Simcorp-Übernahme

Das Logo der Deutschen Börse AG an der Fassade am Hauptsitz in Frankfurt am Main. Foto: Boris Roessler/dpa/Symbolbild
Das Logo der Deutschen Börse AG an der Fassade am Hauptsitz in Frankfurt am Main.

Frankfurt/Main (dpa) - Die Deutsche Börse sieht sich bei der angestrebten Übernahme des dänischen Softwareanbieters Simcorp auf gutem Weg. «Wir wollen mindestens 50 Prozent der Anteile plus eine Aktie über einen Tender erreichen. Und wir nehmen gerne deutlich mehr», wird Konzernchef Theodor Weimer dem am Donnerstag veröffentlichten Redetext zufolge auf der Hauptversammlung des Frankfurter Marktbetreibers sagen, die am Dienstag kommender Woche (16.5.) online stattfindet. «Unsere Finanzierung von knapp vier Milliarden Euro ist so ausgelegt, dass wir auch eine vollständige Andienung aller Aktien stemmen können.»

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Der Ende April angekündigte Zukauf wäre die größten Übernahme für die Deutsche Börse in ihrer Unternehmensgeschichte. «Wir sind sehr zuversichtlich, dass wir mit dem freiwilligen Übernahmeangebot Erfolg haben werden. Wir rechnen damit für das dritte Quartal dieses Jahres», sagt Weimer laut Redetext.

Weimer bekräftigt in seiner Rede zugleich die Wachstumszuversicht der Deutschen Börse. Zwar liege nach dem Rekordjahr 2022 Messlatte sehr hoch. «Aber nach dem starken Jahresauftakt sind wir zuversichtlich, das obere Ende der Bandbreite zu erreichen oder gar zu übertreffen, wenn der Rückenwind anhält.» Der Vorstand des Dax-Konzerns erwartet für das laufende Jahr Nettoerlöse von 4,5 Milliarden bis 4,7 Milliarden Euro nach rund 4,4 Milliarden Euro im Gesamtjahr 2022. Beim Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda), das im vergangenen Jahr gut 2,5 Milliarden Euro betrug, sind für das laufende Jahr 2,6 Milliarden bis 2,8 Milliarden Euro angepeilt.