Gewerkschaften

DGB kämpft für Tarifbindung

Nicht nur die Betriebe, auch den Bund und die Länder nehmen die Gewerkschaften in die Pflicht.

Die Menschen stehen bei der Schlusskundgebung auf dem Römerberg. Foto: Andreas Arnold/dpa
Die Menschen stehen bei der Schlusskundgebung auf dem Römerberg.

Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Für mehr Lohn, mehr Freizeit und mehr Sicherheit sind nach Gewerkschaftsangaben rund 22.500 Menschen im DGB-Bezirk Hessen-Thüringen auf die Straße gegangen. 17.000 davon waren am 1. Mai in Hessen und 5500 in Thüringen aktiv. «Wir sind mit den Teilnehmerzahlen sehr zufrieden», erklärte der Bezirksvorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB), Michael Rudolph, am Mittwoch.

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Die Tarifbindung sei die entscheidende Stellschraube für gute Einkommens- und Arbeitsbedingungen, betonte der Gewerkschafter. Beschäftigte in Betrieben mit Tarifvertrag verdienten deutlich mehr und arbeiteten eine Stunde kürzer als Beschäftigte in nicht tarifgebundenen Betrieben. Die Gewerkschaften kämpfen dafür, dass wesentlich mehr Menschen Tariflöhne bekommen.

Der Bund und die Länder müssten ihre Möglichkeiten zur Stärkung der Tarifbindung nutzen. Mit dem Vergabegesetz hätten sie ein wirksames Instrument zur Hand. Öffentliche Aufträge müssten konsequent an Unternehmen vergeben werden, die Tariflöhne zahlen. Öffentliches Geld müsse in regionale Betriebe fließen, die ihren Beschäftigten gute Arbeitsbedingungen bieten. «Nur so kann Lohndumping wirksam bekämpft werden, mahnte der Gewerkschafter.