Handel

Einzelhandel verbucht Umsatzplus – weniger Beschäftigte

Bücher, Spielwaren und Sportartikel verkaufen sich in hessischen Läden insgesamt schlechter. Manche andere Händler können sich dagegen die Hände reiben.

Auch in Hessen hat der Onlinehandel zugelegt. (Symbolbild) Foto: Moritz Frankenberg/dpa
Auch in Hessen hat der Onlinehandel zugelegt. (Symbolbild)

Wiesbaden (dpa/lhe) - Kräftiger klingelnde Kassen: Die realen Umsätze des hessischen Einzelhandels sind im ersten Halbjahr 2025 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 2,5 Prozent gestiegen. Zugleich sank die Zahl seiner Beschäftigten um 1,5 Prozent, wie das Statistische Landesamt in Wiesbaden mitteilte. Absolute Zahlen nannte es nicht. 

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Besonders stark zogen die realen Umsätze mit plus 14,9 Prozent im Bereich Onlinehandel, Versandhäuser und Haustürverkauf in Hessen an. Einen merklichen Rückgang der realen Erlöse im ersten Halbjahr 2025 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gab es hingegen mit minus 6,8 Prozent im Bereich Verlagsprodukte wie etwa Bücher und Zeitschriften, Sportausrüstungen und Spielwaren in Geschäften. 

Handelsverband kritisiert chinesische Online-Konkurrenz 

Der Präsident des Handelsverbands Hessen, Jochen Ruths, teilte der Deutschen Presse-Agentur mit, die Zahlen zeigten, dass der Handel im Land «der schwierigen Konsumstimmung standhalten kann». Online-Plattformen wie etwa die chinesischen Händler Shein und Temu «konkurrieren jedoch immer stärker mit dem stationären Handel, insbesondere Spielwaren, Haushalts- und Freizeitartikel werden zunehmend mit Hilfe von unfairer Preisgestaltung in den hiesigen Markt geschwemmt – trotz mangelhafter Produktsicherheit», kritisierte Ruths. 

Viele Händlerinnen und Händler seien zudem aufgefordert, Corona-Soforthilfen von bis zu 30.000 Euro zurückzuzahlen. Dies sei «eine weitere Belastung für den hessischen Handel, die aktuell durch den Konsum und die fehlenden Rücklagen infolge der vielen Krisen nicht kompensiert werden kann».