Ermittlungen: Illegale Geschäfte mit Corona-Medikament
Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Im Fall von illegal verkauften Corona-Medikamenten ermittelt auch die Frankfurter Staatsanwaltschaft. Es sei eine mittlere einstellige Anzahl von Ermittlungsverfahren anhängig, erklärte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft am Montag auf Anfrage. Es gehe um den Verdacht von Vermögensstraftaten und des Verstoßes gegen das Arzneimittelgesetz. Weitere Angaben wurden aus ermittlungstaktischen Gründen nicht gemacht.
Nach Informationen von WDR, NDR und «Süddeutscher Zeitung», die zuvor darüber berichteten, erstattete das Bundesgesundheitsministerium bundesweit an mehr als 25 Staatsanwaltschaften Strafanzeigen gegen Apothekerinnen und Apotheker. Sie sollen das Corona-Medikament Paxlovid illegal ins Ausland verkauft haben.
Das Bundesgesundheitsministerium stellt das Medikament nach Angaben der Bayerischen Zentralstelle zur Bekämpfung von Betrug und Korruption im Gesundheitswesen Apotheken kostenlos für Patienten zur Verfügung. Es dürfe aber nicht an Dritte weiterverkauft werden. An diese Vorgabe sollen sich die Verdächtigen nicht gehalten haben. Die Arznei Paxlovid soll Patientinnen und Patienten im Fall einer akuten Corona-Infektion vor einem schweren Krankheitsverlauf bewahren.