Kriminalität

Ermittlungen nach mutmaßlichem Mord in Spanien

Hanau/Marbella (dpa) - Die Staatsanwaltschaft Hanau ermittelt nach einem mutmaßlichen Mordfall aus dem Sommer vergangenen Jahres in Spanien. Das Opfer soll ein 34-jähriger Mann sein, der zuletzt in Offenbach gewohnt habe und im Juni vergangenen Jahres im spanischen Marbella getötet worden sein soll. Die Ermittlungen laufen gegen mehrere namentlich bekannte Tatverdächtige, wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Hanau am Freitag erklärte. Nach derzeitigem Ermittlungsbestand sei einer der Verdächtigen dem Rockermilieu zuzuordnen.

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Die Ermittlungen würden in alle Richtungen geführt, nähere Informationen zu einem möglichen Motiv könnten derzeit nicht gegeben werden, erklärte der Sprecher. Es werde ein «Rechtshilfevorgang zur Koordinierung entsprechender strafrechtlicher Angelegenheiten» mit den spanischen Justizbehörden geführt.

Nach Recherchen von WDR und NDR soll es sich bei dem Opfer um einen V-Mann handeln, der Informationen über die Machenschaften von Drogenbanden liefern sollte. Er sei möglicherweise vor seiner Ermordung enttarnt worden. Die Staatsanwaltschaft Hanau erklärte, eine solche V-Tätigkeit des Mannes könne man weder bestätigen noch verneinen. Vom hessische Landeskriminalamt hieß es, dass man sich «aus einsatztaktischen Gründen, sowie aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes und auch aus grundsätzlichen taktischen Erwägungen heraus nicht zum Einsatz von Vertrauenspersonen» äußern könne.