Migration

Etwas mehr Ausweisungen aus Hessen im vergangenen Jahr

In Hessen wurden 2025 etwas mehr Menschen ausgewiesen als im Vorjahr. Bundesweit ist die Zahl der Ausweisungen dagegen gesunken. Welche Herkunftsländer besonders betroffen waren.

1.388 Ausländerinnen und Ausländer sind im vergangenen Jahr aus Hessen ausgewiesen worden und damit etwas mehr als 2024. Foto: Sebastian Gollnow/dpa
1.388 Ausländerinnen und Ausländer sind im vergangenen Jahr aus Hessen ausgewiesen worden und damit etwas mehr als 2024.

Wiesbaden (dpa/lhe) - Die Zahl der aus Hessen ausgewiesenen Ausländerinnen und Ausländer ist im vergangenen Jahr im Vergleich zum Vorjahr etwas gestiegen. Insgesamt wurde 1.388 Menschen das Aufenthaltsrecht entzogen - im Jahr 2024 waren es 1.308 Personen gewesen. Dies geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion hervor, die der «Rheinischen Post» vorliegt und die die Deutsche Presse-Agentur einsehen konnte. 

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Bundesweit weniger Ausweisungen

Bundesweit gab es einen Rückgang der Ausweisungen. Den Daten zufolge wurden in Deutschland im vergangenen Jahr 8.232 Ausländerinnen und Ausländern das Aufenthaltsrecht entzogen, nach 9.277 im Vorjahr.

Die meisten Ausweisungsverfügungen ergingen 2025 in Hessen gegen Menschen aus der Türkei (110), gefolgt von Serbien (108), Albanien (96) und Georgien (93). Im Vorjahr waren die Haupt-Herkunftsländer Moldau (124), Marokko (115), Serbien (106) und Albanien (104) sowie die Türkei (104). 

Die Ausweisung ist eine Maßnahme der Gefahrenabwehr. Betroffene sind dann ausreisepflichtig. Eine Abschiebung ist erst möglich, wenn eine entsprechende Abschiebungsandrohung erlassen wurde.