Wahlen

Faeser will Transformationsfonds für Industrie

Wenige Wochen vor der Hessen-Wahl haben die Spitzenkandidaten viele Ideen - auch zum Thema Wirtschaft. Dabei kritisiert man sich auch gegenseitig.

Nancy Faeser (SPD), Spitzenkandidatin für die hessische Landtagswahl in Hessen. Foto: Boris Roessler/dpa/Archivbild
Nancy Faeser (SPD), Spitzenkandidatin für die hessische Landtagswahl in Hessen.

Kronberg (dpa/lhe) - Hessens SPD-Spitzenkandidatin Nancy Faeser macht sich für einen Transformationsfonds zum Umbau der Industrie stark. «Ich möchte, dass Hessen ein starker Industriestandort bleibt und auch zukunftsfest und fähige Arbeitsplätze hat. Dazu braucht es aus meiner Sicht einen Transformationsfonds», sagte sie in der Debatte «RTL-Hessen-Triell» in Kronberg im Taunus. Dort sollten Unternehmen auch Geld zur Fortbildung ihrer Mitarbeiter bekommen.

Newsletter

Holen Sie sich den WNOZ-Newsletter und verpassen Sie keine Nachrichten aus Ihrer Region und aller Welt.

Mit Ihrer Registrierung nehmen Sie die Datenschutzerklärung zur Kenntnis.

Der hessische Ministerpräsident Boris Rhein (CDU) sagte, auch er wolle die Wirtschaft stärken. Er kritisierte die Bundesregierung: «Natürlich müssen die großen Belastungen, die aus Berlin kommen, runter. Das ist im Grunde genommen das Hauptproblem. Und das erleben Sie ja auch, wenn Sie mit der Industrie sprechen, wenn Sie mit der Wirtschaft sprechen.»

Bundesinnenministerin Faeser erwiderte: «Herr Rhein tut ja erneut so, als wenn er in der Opposition wäre und würde in Berlin jetzt Wahlkampf führen. Es geht um Hessen. Er hat 25 Jahre Verantwortung. Es wäre ja an ihm gewesen, auch für die Unternehmen manche Rahmenbedingungen besser zu setzen, sie zu unterstützen.»

Hessens grüner Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir, der gemeinsam mit Rhein regiert, plädierte im Kampf gegen Fachkräftemangel für attraktivere Ausbildungsangebote, bessere Kinderbetreuung und qualifizierte Zuwanderung. Er kritisierte Faesers Vorschlag, einen zusätzlichen Feiertag in Hessen einzuführen. «Ich bin jetzt seit zehn Jahren Wirtschaftsminister, bin viel unterwegs. Ich habe noch nie ein Unternehmen getroffen, das gesagt hat, ich brauche einen zusätzlichen Feiertag, dann finde ich mehr Arbeitskräfte.»