Tendenz für 2026

Fallzahlen von häuslicher Gewalt weiter hoch

Frauen sind laut Landeskriminalamt besonders betroffen. Die Polizei geht zudem von einer hohen Dunkelziffer aus.

Die meisten Tatverdächtigen bei häuslicher Gewalt sind Männer. (Symbolbild) Foto: Maurizio Gambarini/dpa
Die meisten Tatverdächtigen bei häuslicher Gewalt sind Männer. (Symbolbild)

Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Die Fallzahlen von häuslicher Gewalt bleiben in Hessen hoch. Nach insgesamt 13.189 Fällen im vergangenen Jahr zeigt sich zum jetzigen Zeitpunkt eine gleichbleibende Tendenz, wie das Landeskriminalamt (LKA) auf Anfrage mitteilte. Konkrete Fallzahlen für 2026 liegen demnach noch nicht zur Veröffentlichung vor.

2025 gab es den Angaben zufolge in Hessen insgesamt 12.398 Opfer im Bereich häusliche Gewalt. Davon seien 2.437 männlichen (19,7 Prozent) und 9.961 (80,3 Prozent) weiblichen Geschlechts gewesen. Von den insgesamt 10.310 ermittelten Tatverdächtigen 2025 waren 8.222 (79,7 Prozent) männlich und 2.088 (20,3 Prozent) weiblich, wie das LKA berichtete. 

Die Aufklärungsquote habe 99,8 Prozent betragen. Es sei aber «gerade in diesem Kriminalitätsbereich von einem nicht geringen Dunkelfeld auszugehen», sagte eine LKA-Sprecherin. Das LKA rief dazu auf, bei akuter Bedrohung die Polizei unter 110 zu alarmieren.

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