FCK akzeptiert Urteil nach Krawallen von Mannheim
Nach den Ausschreitungen im DFB-Pokalspiel bei Waldhof Mannheim akzeptiert Fußball-Zweitligist 1. FC Kaiserslautern das verhängte Strafmaß des DFB und verzichtet auf weitere Schritte.
Kaiserslautern (dpa) - Nach den schweren Krawallen im DFB-Pokalspiel bei Waldhof Mannheim hat der 1. FC Kaiserslautern das Urteil des Sportgerichts des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) akzeptiert. Das teilte der Fußball-Zweitligist mit.
«Der 1. FC Kaiserslautern hat das Urteil akzeptiert, nachdem er dem ursprünglichen Strafantrag des DFB-Kontrollausschusses nicht zugestimmt hatte. Auf einen weiteren Einspruch wurde verzichtet, da die vorgebrachten Argumente des FCK im nun ergangenen Urteil strafmildernd berücksichtigt wurden», schrieben die Pfälzer.
Die Pfälzer waren am Montag zu einer Geldstrafe von insgesamt 300.000 Euro verurteilt worden, der Club kann davon 120.000 Euro für eigene sicherheitstechnische oder gewaltpräventive Maßnahmen verwenden. Zudem wurde ein teilweiser Zuschauerschluss bei einem Heimspiel, der bis zum 31. März 2028 zur Bewährung ausgesetzt wird, verhängt. Gemäß des vom DFB veröffentlichen Urteils müssten dann drei Blöcke im Unterrang der Westkurve geschlossen bleiben.
Schwere Ausschreitungen
Bei dem Südwest-Derby am 21. August waren rund 1.400 Polizisten im Einsatz, 35 davon wurden verletzt. Mehrere Fußballfans wurden vorläufig festgenommen. Zudem mussten 85 Zuschauer medizinisch betreut werden, acht von ihnen kamen zur weiteren Behandlung ins Krankenhaus. Die Partie wurde nach einem Platzsturm und viel Pyrotechnik unmittelbar nach dem Ende der regulären Spielzeit lange unterbrochen, letztlich aber fortgesetzt. Kaiserslautern gewann mit 1:0 nach Verlängerung.