Feldhasen in Hessen geht es laut Jägerschaft gut
Die jährliche Hasenzählung zeigt: Die Bestände des Feldhasen sind in Hessen stabil. Allerdings gibt es regional erhebliche Unterschiede.
Wiesbaden (dpa/lhe) - Den hessischen Feldhasen geht es nach Einschätzung der Jägerschaft gut. Nach der Zählung im Herbst 2025 meldeten die beteiligten rund 50 Hegegemeinschaften eine durchschnittliche Dichte von mehr als 30 Hasen pro Quadratkilometer Offenlandfläche, wie der Landesjagdverband mitteilte.
Der mittlere Zuwachs vom Frühjahr bis zum Herbst 2025 habe bei knapp 30 Prozent gelegen. Die Zahlen geben «einen guten Überblick, bilden aber nicht die Situation in allen Landesteilen vollständig ab», hieß es.
«Das Vorkommen des Feldhasen ist in Hessen stark von der Landschaft geprägt», erläuterte der Sprecher des Landesjagdverbandes, Markus Stifter. «In Nordhessen überwiegen waldreiche Regionen, in denen sich Hasen kaum erfassen lassen.» In Mittel- und Südhessen dominierten dagegen Offenlandreviere mit teils sehr guten Besätzen. Die Spannweite reiche von etwa drei Hasen pro Quadratkilometer bis hin zu Spitzenwerten von über 240 Hasen auf einer gleich großen Fläche.
Trotz der insgesamt positiven Entwicklung bereiten den Jägern mehrere Tierkrankheiten Sorge. Im vergangenen Jahr wurden demnach einige wenige Fälle von Hasenpest registriert. In Teilen von Nordrhein-Westfalen, Niedersachsens und Schleswig-Holstein seien im vergangenen Jahr Feldhasen an einer neuen Variante der Myxomatose verendet. Ursprünglich betraf diese Viruserkrankung vor allem Kaninchen. In Hessen seien bislang keine Fälle bestätigt.