Festival und Ausstellung - Wim Wenders in Frankfurt
Die Alte Oper ehrt ihn mit einem Festival – als nachträgliches Geschenk zu seinem 80. Geburtstag. Im Deutschen Filmmuseum eröffnet zeitgleich eine Ausstellung über den Regisseur.
Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Wim Wenders gilt als einer der wenigen deutschen Filmemacher mit Weltruhm. Fans des Regisseurs kommen jetzt in Frankfurt voll auf ihre Kosten.
So stellt die Alte Oper den Filmemacher in den Mittelpunkt des dreitägigen Festivals «Driven by Music» (11. bis 13. März). Es gibt Filme, Live-Musik und mehrere Gespräche mit Wenders, eines davon zwischen dem Regisseur und BAP-Sänger Wolfgang Niedecken. Zeitgleich startet im Deutschen Filmmuseum die Ausstellung «W.I.M. Im Lauf der Zeit» mit zahlreichen Leihgaben des Regisseurs.
Das Programm kann auch als verspätetes Geburtstagsgeschenk an Wenders gesehen werden. Der berühmte Regisseur und Fotograf («Paris, Texas», «Der Himmel über Berlin») wurde im vergangenen August 80 Jahre alt.
Frankfurt ist für Wenders keine fremde Stadt. Die Kunstszene kenne er aus seiner Zeit, in der er 1972 und 1973 in Frankfurt gewohnt habe, erklärte er schriftlich auf Anfrage. «Besonders wichtig war für mich das Theater am Turm, das ich über meinen Freund Peter Handke gut kannte, und wo ich den Hauptdarsteller aus vielen meiner ersten Filme gefunden habe: den Rüdiger Vogler.»
Wenders feierte vor einigen Monaten 80. Geburtstag
«Musik hat mich immer mehr getragen und inspiriert als jede andere Kunst», schrieb Wenders. «Einen Film ohne Musik zu machen, das käme mir völlig sinnlos vor.» Um diese tragende Rolle der Musik in seinem filmischen Schaffen geht es nach Angaben der Veranstalter bei dem Festival, das gemeinsam mit Wenders konzipiert worden sei.
Zum Auftakt ist in der Alten Oper eine Lecture-Performance von und mit Wenders am Mittwoch geplant. Im Anschluss wird der Film «Die Gebrüder Skladanowsky» vorgeführt. Am Folgetag wird «Buena Vista Social Club» gezeigt, zudem gibt es ein Konzert von The Sarahbanda sowie einen Talk mit Wenders. Und am Freitag finden das Gespräch mit Niedecken sowie die Filmvorführung «The Soul of a Man» statt.
Deutlich mehr Zeit bleibt für die Ausstellung, die bis zum 18. Oktober im Filmmuseum zu sehen sein wird. «Wenders gilt als einer der bedeutendsten Vertreter des Weltkinos der Gegenwart», heißt es dort. Die Schau widme sich seinem Leben und Werk und zeige zahlreiche Exponate wie Drehbücher, Fotos, Requisiten und Kostüme. Zudem spreche er den Audioguide ein und gestalte eine immersive Installation.