Eintracht-Präsident

Fischer über Kokain-Ermittlungen: «Größte Sauerei»

Erstmals nach den Ermittlungen sucht Eintracht-Präsident Fischer eine größere Öffentlichkeit. Der 67-Jährige wehrt sich - und hat vor seinem Abgang 2024 ein letztes großes Ziel.

Präsident Peter Fischer spricht bei einer Mitgliederversammlung. Foto: Frank Rumpenhorst/dpa/Archivbild
Präsident Peter Fischer spricht bei einer Mitgliederversammlung.

Frankfurt/Main (dpa) - Eintracht Frankfurts Präsident Peter Fischer hat sich in seinem ersten größeren öffentlichen Auftritt auch zu den inzwischen eingestellten Ermittlungen gegen seine Person geäußert. «Das war die größte Sauerei, die passiert ist. Rechtlich überhaupt nicht haltbar», sagte Fischer am späten Samstagabend im ZDF-«Sportstudio». Das Ganze sei laut Fischers Darstellung «aus einer Ecke» gekommen, «aus der man schon drei Monate versucht hat, uns etwas reinzudrücken», fügte der 67-Jährige an.

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Die Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungen im März eingestellt. Im November 2022 waren gegen den Vereinschef und drei weitere Beschuldigte Ermittlungen aufgenommen worden. Ihnen war vorgeworfen worden, zu einem nicht näher bekannten Zeitpunkt eine unbekannte Menge Kokain unerlaubt erworben und aufbewahrt zu haben. 

Eine zweifelsfreie Zuordnung zu einem der vier Beschuldigten sei nicht möglich gewesen, hieß es später von der Staatsanwaltschaft. Bei einer Hausdurchsuchung waren minimale Rückstände einer verdächtigen Substanz gefunden worden.

Fischer will Anfang 2024 als Präsident der Eintracht aufhören. «Es ist meine Pflicht, dass ich das gut übergebe», sagte der Funktionär. Die ersten Weichen für einen geordneten Übergang habe er bereits gestellt. «Die Key Players sind geblieben: Aufsichtsratsvorsitzender (Philip Holzer) und (Axel) Hellmann, das war die erste Hürde. Jetzt geht es darum, junge und aktive Leute zu finden, die auch meine Werte vertreten.» Für den 3. Juni hofft Fischer im DFB-Pokalendspiel gegen RB Leipzig auf einen letzten Titel seiner Amtszeit.