Frankfurt und Hitze: «Notfallrettung ist im Ausnahmezustand»
Der Juni in Hessen war der wärmste, der bislang im Bundesland gemessen wurde. Das bringt auch die Einsatzkräfte in Frankfurt an ihre Grenzen.
Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Rund 50 Prozent mehr Notfalleinsätze als im Durchschnitt: Die erwartete Entlastung nach dem heißen Wochenende ist den Einsatzkräften in Frankfurt/Main zufolge noch nicht eingetreten. «Die Auslastung in der Leitstelle sowie im Rettungsdienst und in den Krankenhäusern ist weiter extrem erhöht», teilte die Feuerwehr der Stadt mit.
Wegen der hohen Temperaturen seien am Wochenende deutlich höhere Zahlen an hitzebedingten Notfällen zu verzeichnen gewesen. Neben dem täglichen Einsatzgeschehen galt es demnach zusätzlich, zwei Waldbrände zu bewältigen.
Im Durchschnitt rund 350 Rettungsdiensteinsätze pro Tag
«Wir haben die witterungsbedingte höhere Belastung im Rettungsdienst am Wochenende erwartet und die Vorhaltung an Rettungsmitteln bereits im Vorfeld erhöht», teilte Direktor Markus Röck von der Branddirektion mit. «Sowohl am Samstag als auch am Sonntag waren jeweils mehr als 500 Rettungsdiensteinsätze abzuarbeiten. Im Durchschnitt verzeichnen wir rund 350 Rettungsdiensteinsätze pro Tag.» Auch am Montag lagen die Zahlen demnach über dem, was man mit vorgeplanten Einsatzkräften leisten könne.
Es sei gelungen, die hohen Zahlen in Kooperation bestmöglich aufzufangen. «Aber wir müssen es ganz deutlich sagen: Die Notfallrettung ist im Ausnahmezustand», betonte Röck. «Derzeit kommen wir sowohl technisch als auch personell an unsere Grenzen.»