Frankfurter Politiker wegen Schleuser-Beihilfe vor Gericht
Ein Politiker soll Schein-Mietverträge ausgestellt haben. Warum diese für Menschen aus Indien und Bangladesch entscheidend waren.
Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Ein Kommunalpolitiker aus Frankfurt soll Beihilfe beim illegalen Einschleusen von Ausländern geleistet haben. Heute (9.00 Uhr) muss er sich am Frankfurter Amtsgericht verantworten. Konkret wird dem 67-Jährigen gewerbsmäßige Beihilfe in neun Fällen vorgeworfen.
Er soll als Eigentümer und Vermieter mehrerer Räumlichkeiten in Frankfurt gegen Entgelt unter anderem Mietverträge für bengalische und indische Staatsangehörige ausgestellt haben, obwohl tatsächlich kein Mietverhältnis bestand. Ausländer benötigen den Nachweis eines Wohnraums, um ihren Aufenthaltstitel zu beantragen oder zu verlängern. Insgesamt soll er über 22.700 Euro erbeutet haben.