Geschichte

Jahrhundertglocke wird erstmals vor Paulskirche ausgestellt

Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Die Jahrhundertglocke der Frankfurter Paulskirche wird anlässlich der Jubiläumsfeierlichkeiten der Öffentlichkeit präsentiert. Die 2,7 Tonnen schwere Stahlglocke sei nicht nur ein Symbol der demokratischen Freiheitsbewegung, sondern verkörpere auch die Geschichte des deutschen Handwerks, teilten die Handwerkskammer Frankfurt-Rhein-Main und die Tourismus und Congress GmbH am Montag mit.

Denn im Jahr 1848/1849 waren demnach zehn Handwerker Teil der ersten deutschen Nationalversammlung in der Paulskirche und forderten politische Mitbestimmung.

Die Ausstellung der Glocke solle zudem Anlass sein, «die Bedeutung von Freiheit, Demokratie und Bürgerbeteiligung herauszustellen», erklärte die Präsidentin der Handwerkskammer, Susanne Haus.

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Impressum

Die Paulskirche war 1848/49 Tagungsort der Frankfurter Nationalversammlung. Sie arbeitete die Paulskirchenverfassung aus - die erste gesamtdeutsche und demokratische Verfassung Deutschlands. Diese wurde zwar nie wirksam, legte aber die Grundlage für spätere deutsche Verfassungen. Zum Festakt am 18. Mai wird auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier erwartet.

Die Jahrhundertglocke wurde 1948 zum 100. Jubiläum der ersten Nationalversammlung in Bonn gegossen und von den Handelskammern der britischen Besatzungszone als Friedenszeichen gestiftet. Bei Sanierungsarbeiten im Jahr 1987 wurde sie demontiert und geriet in Vergessenheit. Nun wird sie zum Paulskirchenfest ausgestellt.