Luftverkehr

Fraport sieht sich trotz Iran-Kriegs auf Kurs

Am Frankfurter Flughafen stagniert die Zahl der Passagiere, während Fraport im Ausland Zuwächse verzeichnet. Welche Ziele der Konzern angesichts von Krieg und teurem Kerosin für 2026 hat.

An Deutschlands größtem Airport dürfte die Zahl der Fluggäste 2026 auf dem Niveau der 63,2 Millionen aus dem Vorjahr verharren. (Archivbild) Foto: Boris Roessler/dpa
An Deutschlands größtem Airport dürfte die Zahl der Fluggäste 2026 auf dem Niveau der 63,2 Millionen aus dem Vorjahr verharren. (Archivbild)

Frankfurt (dpa/lhe) - Der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport hält trotz des Iran-Kriegs und der Kerosinpreis-Krise an seinen Erwartungen für 2026 fest. An Deutschlands größtem Airport dürfte die Zahl der Fluggäste auf dem Niveau der 63,2 Millionen aus dem Vorjahr verharren, teilte das im MDax gelistete Unternehmen mit. Im Oktober zählte Fraport etwa so viele Passagiere wie ein Jahr zuvor, in den ersten zehn Monaten waren es sogar 0,2 Prozent weniger, wie aus einer Präsentation für Analysten hervorgeht.

Im dritten Quartal steigerte Fraport den Umsatz im Jahresvergleich um 3,5 Prozent auf 1,4 Milliarden Euro. Der operative Gewinn (Ebitda) wuchs nur dank eines Anteilsverkaufs um 0,4 Prozent auf 595 Millionen Euro, wie das Unternehmen bereits im Oktober mitgeteilt hatte. Der Überschuss ging um fast ein Viertel auf 263 Millionen Euro zurück.

Rückenwind verzeichnet Fraport von seinen Flughäfen im Ausland: Dank der dortigen Zuwächse lag das Fluggastaufkommen in den ersten neun Monaten konzernweit erstmals über dem Niveau des Vor-Corona-Jahres 2019.

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Für das laufende Jahr erwartet Fraport-Chef Stefan Schulte weiterhin einen Anstieg des operativen Gewinns auf bis zu 1,5 Milliarden Euro. Der Überschuss dürfte jedoch auf 300 bis 400 Millionen Euro sinken.