Nahostkonflikt

Freiburgs Coach zu Polizeiaufgebot: «Realität ist traurig»

Angesichts des Nahostkonflikts und Sorgen um antisemitische Ausschreitungen steigt Freiburgs Europa-Spiel gegen Maccabi nach monatelanger Vorbereitung. Sportlich ist Freiburg klarer Favorit.

Freiburgs Trainer Julian Schuster bestreitet das Europa-League-Spiel gegen Maccabi mit seiner Elf unter erhöhten Sicherheitsmaßnahmen. (Archivbild) Foto: Harry Langer/dpa
Freiburgs Trainer Julian Schuster bestreitet das Europa-League-Spiel gegen Maccabi mit seiner Elf unter erhöhten Sicherheitsmaßnahmen. (Archivbild)

Freiburg (dpa/lsw) - Das massive Polizeiaufgebot und die besondere Atmosphäre rund um das brisante Spiel gegen Maccabi Tel Aviv möchte der SC Freiburg auf dem Rasen ausblenden. «Die Realität ist leider so traurig, dass man genau diese Sicherheitsvorkehrungen treffen muss, das hat man zu akzeptieren», sagte SC-Trainer Julian Schuster. Rund um die Europa-League-Partie gegen den israelischen Club sind am Donnerstag (18.45 Uhr/RTL+) nach Polizei-Angaben mehr als 2.000 Beamtinnen und Beamten im Einsatz.

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«Für uns gilt es, den Fokus auf den Sport zu legen», sagte SC-Kapitän Christian Günter. Der Nahostkonflikt sei «sehr komplex». Der Linksverteidiger bedauert allerdings, dass die aktive Fanszene die Partie wegen der Sicherheitsmaßnahmen boykottiert und angesichts von 27.500 verkauften Tickets auch sonst einige Plätze leer bleiben werden. 

Maccabi reist als Außenseiter an

Sportlich hat das Spiel gegen die noch sieglose israelische Mannschaft aus Freiburgs Partnerstadt Tel Aviv eine besondere Relevanz. «Wir können einen großen Schritt gehen, wir wollen direkt ins Achtelfinale», sagte Günter. Als Tabellen-Fünfter vor dem vorletzten Spieltag der Ligaphase sind die Badener auf Kurs. Die ersten Acht ziehen ohne Umweg in die Runde der besten 16 ein. 

Das erhofft sich auch der SC-Coach. Denn es würde dem Team die Zwischenrunde im Februar ersparen, für die der Sport-Club schon sicher qualifiziert ist. «Im Defensivverbund haben sie nicht das ganz hohe Niveau, da sind sie vereinzelt auch schon in Spielen bestraft worden», berichtete Schuster über die Kontrahenten. 

Der VfB Stuttgart gewann im Dezember in der Europa League 4:1 gegen Maccabi. Bei einem ebenfalls extrem großen Sicherheitsaufkommen blieb es in Stuttgart relativ ruhig.