Gesundheitsbranche

Fresenius erhöht nach starkem zweiten Quartal Jahresprognose

Fresenius hebt nach Zuwächsen im zweiten Quartal seine Erwartungen für 2026 an. Sowohl bei der Arzneitochter Kabi als auch im Geschäft mit den Helios-Kliniken läuft es rund.

Michael Sen, Vorstandsvorsitzender von Fresenius, hat den Gesundheitskonzern umgebaut (Archivbild) Foto: Boris Roessler/dpa
Michael Sen, Vorstandsvorsitzender von Fresenius, hat den Gesundheitskonzern umgebaut (Archivbild)

Bad Homburg (dpa) - Der Krankenhausbetreiber und Pharmahersteller Fresenius blickt nach deutlichen Zuwächsen im zweiten Quartal zuversichtlicher auf das laufende Jahr. Das Kernergebnis je Aktie dürfte 2026 um 10 bis 15 Prozent im Vergleich zum Vorjahr steigen, teilte der Dax-Konzern in Bad Homburg mit. Zuvor war Fresenius von plus fünf bis zehn Prozent ausgegangen.

Im zweiten Quartal legte der Umsatz gemessen am Vorjahreszeitraum um fünf Prozent auf 5,86 Milliarden Euro zu. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) stieg währungsbereinigt um zehn Prozent auf 719 Millionen Euro. Unterm Strich stand ein Gewinn von 470 Millionen Euro. Starke operative Geschäfte bei Fresenius Kabi und Fresenius Helios und ein verbessertes Zinsergebnis hätten die Ergebnisentwicklung unterstützt, hieß es.

Bei der Pharma-Tochter Kabi lief besonders das Biopharma-Geschäft gut. Die Krankenhausgesellschaft Helios, die allein in Deutschland mehr als 80 Kliniken betreibt, profitierte unter anderem von positiven Effekten aus dem Rechnungszuschlag für gesetzlich Versicherte. Die strategische Neuausrichtung von Fresenius mache sich mit besseren Ergebnissen bezahlt, sagte Vorstandschef Michael Sen. 

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Impressum

Sen, der im Oktober 2022 den Vorstandsvorsitz bei Fresenius übernahm, hat den Arzneikonzern und größten deutschen Klinikbetreiber kräftig umgebaut. Randbereiche wie die Kinderwunsch-Klinikkette Eugin wurden verkauft, Strukturen verschlankt und Sparprogramme aufgelegt. Auch wurde die einst enge Verflechtung mit dem Dialysespezialisten Fresenius Medical Care (FMC) gelöst. Inzwischen wird FMC nur noch als Finanzbeteiligung geführt, Fresenius ist aber weiter größter Aktionär.