Schulen

Gewerkschaft: Bald 10.000 ausgebildete Lehrer zu wenig

Die GEW hat den zukünftigen Lehrkräftebedarf in Hessen berechnet - und ihn mit dem verfügbaren Angebot vergleichen. Die Bilanz fällt nicht gut aus.

Die GEW geht davon aus, dass die fehlenden Lehrkräfte durch Quereinsteiger ersetzt werden. (Archivbild) Foto: Arne Dedert/dpa
Die GEW geht davon aus, dass die fehlenden Lehrkräfte durch Quereinsteiger ersetzt werden. (Archivbild)

Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Schon in zwei Jahren könnten nach Berechnungen der Gewerkschaft GEW mehr als 10.000 ausgebildete Lehrkräfte in Hessen fehlen. Selbst im Jahr 2035 werde der Bedarf das Angebot an ausgebildeten Lehrkräften noch um 9.000 übersteigen, so die Prognose.

Den Berechnungen der GEW liegen Daten vom Statistischen Bundesamt und der Kultusministerkonferenz zugrunde. Daraus geht unter anderem auch hervor, dass im Schuljahr 2023/24 fast 8.800 Lehrkräfte ohne Lehramt in Hessen unterrichtet haben. 

«Neu eingestellte Lehrkräfte reichen nicht aus»

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In ihre Prognose hat die GEW folgen Faktoren einbezogen: Die Entwicklung der Schülerzahl, die Zahl der ausscheidenden Lehrkräfte und Annahmen über die Zahl der künftig ausgebildeten Lehrkräfte. «Das Ergebnis: Die neu eingestellten Lehrkräfte reichen nicht aus, um die aus dem Schuldienst ausscheidenden Lehrkräfte zu ersetzen», teilt die GEW mit.

Die GEW geht davon aus, dass die Lücke auch «durch Personen gefüllt wird, die keine adäquate Ausbildung für den Schuldienst erworben haben», sagt der Vorsitzende der GEW Hessen, Thilo Hartmann.