Dutzende Anwohner evakuiert

Großbrand in ehemaliger Schleifmittelfabrik

Eine ehemalige Fabrikhalle brennt lichterloh. Zahlreiche Feuerwehrleute sind im Einsatz. Warum Anwohner die Nacht in Hotels verbringen mussten.

Die Flammen schlagen mehrere Meter hoch aus dem Dach. Foto: Stefan Rampfel/dpa
Die Flammen schlagen mehrere Meter hoch aus dem Dach.

Hann. Münden (dpa) - In einer ehemaligen Schleifmittelfabrik im Kreis Göttingen ist es zu einem Großbrand gekommen. Die Flammen haben meterhoch aus dem Dach des Gebäudes in Hann. Münden geschlagen, wie Stadtbrandmeister, Lutz Hannemann, schildert. Einsatzkräfte evakuierten zur Sicherheit drei angrenzende Mehrfamilienhäuser. Insgesamt mussten 43 Menschen ihre Wohnungen am späten Abend verlassen. Verletzt wurde niemand. 

Das Feuer brach den Angaben zufolge in einem Schuppen aus und Flammen schlugen aus dem Dach. «Da reden wir von sechs, sieben, acht Meter hoch», erzählte Hannemann. Von dem Schuppen griffen die Flammen dann auf den Dachstuhl eines leerstehenden Hallengebäudes über. Teile der Halle stürzten später ein. 

Unmittelbar neben den Industriegebäuden stehen Wohnhäusern. Den Feuerwehrleuten gelang es ein Übergreifen der Flammen zu verhindern. Zuvor waren die Bewohner evakuiert und in Hotels sowie Gasthäusern untergebracht worden. 

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Wegen der Einsturzgefahr müssen die Feuerwehrleute auch von außen vorsichtig sein, schildert Hannemann. Unter anderem kommen deswegen mehrere Drehleitern zum Einsatz. Wasser pumpen die Einsatzkräfte zudem aus der nahegelegenen Fulda. 

In den Hallen war früher eine Schleifmittelfabrik. Diese steht jedoch seit Jahren leer, heißt es weiter. Einige Teile seien vermiedet. Dort habe es aber nicht gebrannt. Wie hoch der Schaden ist, konnte die Polizei zunächst nicht sagen. Auch die Brandursache blieb vorerst unklar.